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Aus der Stadt Anwohner der Sallstraße sehen Pläne für Südstadtbahn skeptisch
Hannover Aus der Stadt Anwohner der Sallstraße sehen Pläne für Südstadtbahn skeptisch
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22:58 22.04.2010
Sallstraße in der Südstadt: Hier könnte, so die Pläne, eine oberirdische Stadtbahnstrecke gebaut werden. Quelle: Nico Herzog

Die Antwort fällt eindeutig aus: „Das ist Schwachsinn“, sagt Anna Maria Turi. Die Blumenhändlerin aus der Sallstraße winkt ab. Sie hält nichts von dem Vorschlag, eine oberirdische Stadtbahnstrecke auf einem eigenen Gleisbett durch die stark befahrene Straße in der Südstadt zu führen. „Hier ist es viel zu eng. Wo sollen denn die Autos hin?“ Das fragt sich nicht nur Turi. Geschäftsleute und Anwohner der Sallstraße schütteln beinahe einhellig den Kopf, wenn sie von der Idee hören, über die Politiker, Stadt- und Regionsverwaltung für die sogenannte D-Strecke der Linie 10 diskutieren. Und die Südstädter hoffen, dass keiner in Versuchung gerät, Geld für das 90 Millionen Euro teure Projekt auszugeben.

„Ich weiß überhaupt nicht, was das soll. Wir haben hier eine sehr gut funktionierende Buslinie, die alle paar Minuten bedient wird“, sagt Michael Adamczewski. Der Immobilienmakler, der in der Sallstraße ein Büro betreibt, hält eine Stadtbahn in der engen Straßenflucht nicht nur für überflüssig – er befürchtet auch Nachteile für die Hausbesitzer: „Die Gebäude würden an Wert verlieren“, meint der Fachmann.

Die Anlieger sind sich einig, dass eine Stadtbahn auf der Sallstraße sich nur realisieren ließe, wenn diese zumindest in dem besonders schmalen Teilstück zwischen Marienstraße und Kleine Düwelstraße für Autos gesperrt würde. Erwin Pauling und seine Frau Else, die in der Oesterleystraße wohnen, machen sich Sorgen, dass in diesem Fall der Verkehr auf die engen Nebenstraßen umgelenkt würde. „Und wie sollen bei einer Sperrung die Krankenwagen zum Henriettenstift kommen?“, fragt Pauling. Die Klinik befindet sich am nördlichen Ende der Sallstraße an der Ecke zur Marienstraße. Auch die Einsatzfahrzeuge der Feuerwache in der Jordanstraße nutzten die Sallstraße zurzeit als direkteste Verbindung zwischen Südstadt und Innenstadt, gibt Pauling zu bedenken.

Franziska Boist, die regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sich nicht vorstellen, dass neben einer oberirdischen Stadtbahntrasse künftig noch genug Platz für Radwege wäre. Die junge Frau, die in der Sallstraße wohnt und selbst kein Auto hat, hält den Autoverkehr in der Straße für „das kleinere Übel“. Die Fahrbahnen für eine Bahntrasse aufwendig umzubauen, sei viel zu teuer. „Und auch eine Stadtbahn macht Lärm“, sagt sie. Bernd Witzig und Martina Herrmann sehen das anders. Würden die Autos aus der Sallstraße verbannt, ließe sich dort deutlich ruhiger wohnen, meinen die beiden.

Käme die oberirdische Stadtbahnverbindung, würde diese vom Raschplatz über die Berliner Allee durch die Sallstraße bis zum Bismarckbahnhof führen. Kirsten Müller steht hinter ihrer Theke und zuckt mit den Schultern. Die Gastronomin, die an der Berliner Allee/Ecke Lavesstraße das Restaurant „Der Wintergarten“ betreibt, kann sich nicht vorstellen, dass auf der Berliner Allee Bedarf für eine Stadtbahn wäre. „In jeder Querstraße gibt es eine gute Busverbindung“, sagt sie. Und am Raschplatz seien durch den benachbarten Bahnhof ohnehin genug Stadtbahnen Richtung Südstadt auf kurzem Wege erreichbar.

Juliane Kaune

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