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Aus der Stadt Anwohner sind enttäuscht
Hannover Aus der Stadt Anwohner sind enttäuscht
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20:46 24.11.2009
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Ein Schuldspruch gegen das Unternehmen hätte für sie eine rasche Sanierung ohne eigene Beteiligung an den Kosten bedeutet. Eine Hoffnung, die nun zerstoben ist. Ungeachtet des Urteils sieht Carneiro jedoch eine moralische Verpflichtung Honeywells, sich an der Sanierung zu beteiligen: „De Haën gehört doch zu deren Wurzeln.“

Unmut richtet sich bei den Anwohnern jedoch auch gegen Region und Stadt. Jochen Erbacher, der den Prozess am Dienstag verfolgte, hält die Begründung des Urteils für nachvollziehbar: „Mich wundert es, dass die Region diesen Weg überhaupt gegangen ist.“ Er fordert nun ein Engagement der Stadt, schließlich habe sie von Belastungen gewusst, als sie das Baugebiet auswies. Auch Barbara Schlecht, Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen Altlasten in der List, verweist auf die Verantwortung von Stadt und Region: „An beide werden wir nun verstärkt herantreten“, sagte sie. „Es kann doch nicht sein, dass wir alleine auf den Kosten sitzenbleiben – schließlich tragen wir die geringste Verantwortung für die Altlast.“

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Detlef Krautkrämer, Vorsitzender des Kleingartenvereins Lister Damm, kann dem Urteil jedoch auch Positives abgewinnen. Fünf Parzellen und der Parkplatz des Vereins sind von den Altlasten betroffen. Vielleicht, hofft Krautkrämer, findet sich Honeywell angesichts der eindeutigen Rechtslage ja leichter zu einer freiwilligen Beteiligung bereit.

tof/fx

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