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Aus der Stadt Arbeitgeberverband Chemie verlässt Hannover
Hannover Aus der Stadt Arbeitgeberverband Chemie verlässt Hannover
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19:29 30.10.2011
Der Norddeutsche Arbeitgeberverband Chemie siedelt nach Nachbarschaftskonflikten in neues Domizil nach Laatzen um. Quelle: Herzog
Hannover

Dass der Norddeutsche Arbeitgeberverband Chemie überhaupt in der Region Hannover bleibt, muss wohl als Glücksfall bezeichnet werden. Dem Vernehmen nach hat es heftige Versuche aus Hamburg gegeben, die einflussreiche Organisation zum Wechsel an die Elbmetropole zu bewegen, nachdem er sein Haus in Waldhausen wegen Nachbarschaftskonflikten räumen musste. Jetzt bleibt der Verband zwar der Region Hannover treu, verlässt aber das Stadtgebiet. „Wir haben in Hannover einfach keine passende Immobilie gefunden“, bedauert Hauptgeschäftsführer Jochen Wilkens. Neuer Verbandssitz wird nun Laatzen.

Der Verband hatte wegen ständigen Personalzuwachses sein angestammtes Gebäude an der Ecke Hildesheimer Straße/Güntherstraße erweitern wollen, bei den Nachbarn mit seinen Plänen aber auf Granit gebissen. Weil Grenzabstände nicht eingehalten wurden, sahen die Anlieger ihren Wohnwert und den Charakter des zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensembles gefährdet. Monatelang zogen sich die Konflikte hin, die Stadt hatte in der Hoffnung auf Änderungen der Musterbauordnung sogar schon grünes Licht für die Erweiterungen geben wollen – am Ende aber hatten die Nachbarn die besseren Karten.

Entnervt inserierte der Arbeitgeberverband schließlich sein Gebäude in dieser Zeitung für knapp eine Million Euro und fand innerhalb von vier Wochen einen solventen Käufer. Ein mittelständisches Steuerberaterbüro wird nun in den langjährigen Verbandssitz einziehen, sobald die Chemie-Lobbyisten nach Laatzen umgezogen sind. Der Arbeitgeberverband wird dort zunächst als Mieter beim Reinigungsdienstleister Plural im Sankt-Florians-Weg 1 nahe dem Park der Sinne einziehen, eine Kaufoption für die Büroräume soll vereinbart worden sein.

Fast 50 Jahre lang residiert der Arbeitgeberverband Chemie in dem angestammten Gebäude Güntherstraße. „Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, im Raum Hannover zu bleiben“, sagt Hauptgeschäftsführer Wilkens. Wichtig bei der Standortentscheidung sei insbesondere die Nähe zur in Hannover ansässigen Chemiegewerkschaft IG BCE und zur Landesregierung gewesen: „Auch im Zeitalter moderner Kommunikation ist das direkte Gespräch wichtig.“ Der Verband vertritt in ganz Norddeutschland etwa 200 Unternehmen mit rund 67 000 Beschäftigten, zusammen mit dem kooperierenden Verband der Chemischen Industrie (VCI) sind es fast 450 Unternehmen.

Als Ersatz hatte der Verband in Hannover eine Büroimmobilie mit bis zu 2000 Quadratmetern Nutzfläche für seine 31 hannoverschen Beschäftigten kaufen wollen, aber kein Angebot gefunden, das funktional und repräsentativ genug war. Allerdings lobt Wilkens die Bemühungen der Landeshauptstadt um einen Verbleib: „Der Oberbürgermeister hat dem Vorstand einen Besuch abgestattet, die Liegenschaftenabteilung hat uns hervorragend unterstützt – leider hat es kein optimales Gebäude für uns gegeben.“ Zum 5. Dezember ändert sich nun die Adresse des Verbands.

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