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Aus der Stadt Ast herabgestürzt: 31-Jähriger erliegt Verletzungen
Hannover Aus der Stadt Ast herabgestürzt: 31-Jähriger erliegt Verletzungen
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21:34 07.08.2017
Hannover

Der Unfall ereignete sich gegen 23.50 Uhr an der Willy-Brandt-Allee gegenüber der Planckstraße. Der 31-jährige aus Springe kam zusammen mit einem 37 Jahre alten Freund vom Maschseefest, als ihn der rund 12 Meter lange Ast traf. Dieser war in etwa zehn Metern Höhe von einem Kastanienbaum abgebrochen. Er hatte einen Durchmesser von rund 40 Zentimetern.

Ein Mann ist am am Rande des Maschseefets von einem herabstürzenden Ast getroffen worden. Er erlitt dabei schwere Verletzungen, zwei Tage später starb er in einem Krankenhaus.

Passanten leisteten umgehend Erste Hilfe, der Mann kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Doch auch dort konnte ihm nicht mehr geholfen werden: Sonntagabend starb der 31-Jährige. Er hatte bei dem Unfall ein Schädelhirntrauma davongetragen. Die Polizei hat nun ein Todesermittlungsverfahren gestartet. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) sprach den Angehörigen des 31-Jährigen sein Mitgefühl aus: „Das ist ein trauriger Tag. Ich bin schockiert über dieses Unglück und seine tragischen Folgen.“

Die Stadt hatte sofort reagiert und Teile des Maschparks gesperrt. Deshalb musste das HAZ-Schulanfangsfest Aktion Sicherer Schulweg innerhalb weniger Stunden auf den Trammplatz verlegt werden.

Am Montag sollte der Baum erneut kontrolliert werden. In einer Stellungnahme am Sonnabend hatte die Stadt mitgeteilt, dass alle Bäume erst vor einiger Zeit kontrolliert worden waren. Bei der Kastanie, wo Freitag der Ast abbrach, hätte sich eine von außen nicht sichtbare Fäulnis gebildet, hieß es. Das sei erst nach dem Unglück festgestellt worden.

Unterdessen haben die Ermittlungen der Polizei begonnen. „Wir prüfen, ob gegebenenfalls jemand einen Fehler gemacht hat“, sagt Polizeisprecher Sören Zimbal. Womöglich wird dabei auch beleuchtet, ob die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist. Laut Verwaltung war der betroffene Ast von innen verfault. „Die Experten haben einen tortenstückgroßen, dunklen Teil am Ast entdeckt, der darauf hindeutet“, sagte Dezernentin Sabine Tegmeyer-Dette (Grüne) am Montag im Umweltausschuss.

Gemeinsam mit Staatsanwaltschaft und einem Gutachter der Leibniz-Universität will die Polizei nun klären, welche Untersuchungen noch an der Kastanie und dem abgebrochenen Ast erfolgen müssen. Solange bleibt das Areal im Maschpark gesperrt. „Es ist noch nicht absehbar, wann die Stelle wieder freigegeben wird“, sagt Zimbal.

Vor Beginn des Maschseefestes waren alle Bäume kontrolliert worden

Am Montagmittag bewachten Polizeikräfte den eingezäunten Unfallort. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft angeordnet, den fast zwölf Meter langen Ast sicherstellen zu lassen. Wann das Beweisstück vom Tatort abtransportiert wird, ist noch unklar.

Die Mitglieder des Umweltausschusses legten am Montagnachmittag vor Beginn ihrer regulären Sitzung eine Schweigeminute für den verunglückten 31-Jährigen ein. Im Verlauf der Sitzung sicherte Tegtmeyer-Dette eine lückenlose Aufklärung des Falles zu. Zudem kündigte sie an, dass aufgrund des tragischen Vorfalls alle Bäume im Maschpark und auf dem Trammplatz erneut untersucht werden sollen. Vor dem Beginn des Maschseefestes seien bereits alle Bäume rund um den Maschsee kontrolliert worden.

Die Kastanie, von der am Freitagabend der Ast mit einem Durchmesser von etwa 40 Zentimetern aus rund zehn Metern Höhe herabgestürzt war, sei im März zuletzt kontrolliert worden. „Dabei wurde nichts festgestellt“, sagte Tegtmeyer-Dette. Von den Ermittlungen der Polizei erhoffe sie sich auch neue Erkenntnisse, wie derartige Unfälle in Zukunft vermieden werden könnten, erklärte die Dezernentin.     

sbü/pah
 

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