Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Auch in der Region verschwinden Flüchtlinge
Hannover Aus der Stadt Auch in der Region verschwinden Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:54 27.10.2015
Von Jörn Kießler
Auch aus der Notunterkunft in Langenhagen sind Flüchtlinge verschwunden. Quelle: privat (Archiv)
Anzeige
Hannover

Auch in der Region Hannover verlassen immer wieder einige der noch nicht registrierten Flüchtlinge die Erstaufnahmeunterkünfte des Landes, in denen sie untergebracht wurden. „Es stimmt, dass es in den von der Landesregierung betriebenen Unterbringungen eine gewisse Fluktuation gibt“, sagt Svenja Mischel aus dem Innenministerium. In der Region Hannover handelt es sich dabei um die Unterkünfte in Langenhagen, Sehnde und Uetze. „Auch aus der Unterkunft, die bis Sonntag in der Zentralen Polizeidirektion in der List eingerichtet war, sind immer wieder vereinzelt Asylbewerber verschwunden“, sagt Mischel. Genaue Zahlen für den Raum Hannover gibt es aber nicht.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass allein in einer Woche etwa 700 Flüchtlinge Erstaufnahmeeinrichtungen im Land bereits nach kurzer Zeit und vor ihrer Registrierung wieder verlassen haben. Das hatte eine Umfrage in 20 Landkreisen und kreisfreien Städten ergeben. Offenbar reisen viele von ihnen weiter in andere Länder, oft Skandinavien, oder kommen bei Verwandten und Bekannten in Deutschland unter. „Um wie viele Personen es sich in den Unterkünften in der Region Hannover handelt, können wir nicht genau sagen“, sagt Mischel. Offenbar ist die Situation dort unübersichtlich, da einerseits bereits registrierte Asylbewerber in den Notunterkünften wohnen, andererseits aber auch immer wieder noch nicht registrierte Flüchtlinge beispielsweise aus anderen Bundesländern dort ankommen.