Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Auf Hannovers Straßen staut sich der Verkehr
Hannover Aus der Stadt Auf Hannovers Straßen staut sich der Verkehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:40 08.02.2010
Autofahrer mussten am Montagmorgen viel Geduld mitbringen. Quelle: Schaarschmidt
Anzeige

Auf der A 37 zwischen Kirchhorst und Weidetorkreisel meldete die Verkehrsmanagementzentrale doppelt so viele Fahrzeuge wie normal. Auch auf Aus- und Einfallstraßen habe am Montagmorgen dichter Verkehr geherrscht. Zusätzliche Hindernisse waren ein brennendes Auto auf der B 65 zwischen Landwehrkreisel und Empelde und eine Baustelle auf der A 2, an der sich der aus Richtung Dortmund kommende Verkehr auf sechs Kilometern staute.

Der Streik im öffentlichen Dienst lässt nicht nur Bahnen und Busse in den Depots stehen, sondern verursacht auch Staus und zähfließenden Verkehr in Hannovers Innenstadt.

In der Innenstadt deutete sich ebenfalls Verkehrschaos an. An allen wichtigen Knotenpunkten wie City-Ring, Aegi, Königsworther Platz und sogar auf dem Bischofsholer Damm standen die Wagen dicht an dicht. Am Hauptbahnhof bilden sich Schlangen um die Taxistände. Einige Pendler hätten am Abend bereits vorbestellt, wie es von einem Anbieter hieß. Eltern bildeten Fahrgemeinschaften, um ihre Kinder in den Hort und die Schule zu bringen.

Anzeige

Im Schnitt brauchten Autofahrer wegen des vielen Vekehrs am Montagmorgen etwa eine Dreiviertelstunde länger, um zur Arbeit zu kommen. Die Verkehrsmanagementzentrale gibt allerdings noch keine Entwarnung: Zum Feierabend gegen 15.30 Uhr werde sich die Lage auf den Straßen wieder zuspitzen.

Neben den Mitarbeitern der Nahverkehrsunternehmen Üstra und RegioBus sind am Montagmorgen auch Beschäftigte des Abfalldienstes aha, städtischer Kindergärten und der Verwaltung von Stadt und Region in einen Streik getreten. Für 11.30 Uhr ist eine zentrale Kundgebung auf dem Opernplatz geplant, bei der der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske spricht. Rund 10.000 Demonstranten werden erwartet.

tm/so/krg

Mehr zum Thema

Den für Montag angekündigten größten Streik im öffentlichen Dienst seit mehr als zehn Jahren hat Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) am Sonntag scharf kritisiert. Als „unerträglich“ bezeichnete der SPD-Politiker insbesondere den Plan, den Nahverkehr 24 Stunden lang lahmzulegen.

Tobias Morchner 07.02.2010

Bürger, Stadtpolitik und Verkehrsbetriebe blicken mit Sorge auf den kommenden Montag, an dem die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di das öffentliche Leben in der Stadt weitgehend lahmlegen will. „Das wird der größte Streik, den wir in den vergangenen zehn Jahren erlebt haben“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek.

05.02.2010

Warnstreiks und Demonstrationszüge hat Hannover schon viele erlebt, dass aber Busse und Stadtbahnen für 24 Stunden in ihren Depots bleiben müssen, ist tatsächlich „außergewöhnlich“, wie Üstra-Sprecher Udo Iwannek sagt.

05.02.2010
Tobias Morchner 07.02.2010
Conrad von Meding 07.02.2010
Simon Benne 07.02.2010