Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Auffällig viele Kranke in Hannovers Verwaltung
Hannover Aus der Stadt Auffällig viele Kranke in Hannovers Verwaltung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:17 06.02.2011
Von Mathias Klein
Der gelbe Schein wird von den Mitarbeitern der Regions- und der Stadtverwaltung verhältnismäßig häufig vorgelegt. Quelle: Nancy Heusel

Möglich sei das beispielsweise durch ein besseres Gesundheitsmanagement oder auch durch eine Verjüngung des Personalbestands.

In der Statistik des Steuerzahlerbundes weist die Regionsverwaltung den höchsten Krankenstand aller niedersächsischen Landkreise aus, die die Fehlzeiten nach Kalendertagen berechnen und sich an der Umfrage beteiligt haben. Im Jahr 2009 war im Regionshaus durchschnittlich jeder Mitarbeiter krankheitsbedingt 24,1 Tage ausgefallen, der Krankenstand betrug damit 6,6 Prozent. Immerhin ist das ein leichter Rückgang im Vergleich zum Jahr 2008 mit durchschnittlich 25,1 Krankheitstagen pro Mitarbeiter. Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.

Für die hannoversche Stadtverwaltung meldet der Steuerzahlerbund für das Jahr 2009 einen Krankenstand von 5,2 Prozent. Durchschnittlich war dort jeder Mitarbeiter 19,1 Tage krank. Damit ist die Landeshauptstadt im Vergleich mit anderen 23 Kommunen die sechstschlechteste Stadt. Gegenüber dem Jahr 2008 (18,3 Tage und 5 Prozent) bedeutet das einen leichten Anstieg des Krankenstandes. Die Stadtverwaltung schneidet besonders schlecht beim Krankenstand der Beamten ab (20,5 Tage und 5,6 Prozent).

Zum Vergleich: Der Krankenstand aller Arbeitnehmer in Deutschland liegt bei unter vier Prozent.

Für die Stadtverwaltung bemängelte Sprecher Andreas Möser, dass in der Krankenstatistik auch die Mitarbeiter aufgeführt seien, die körperlich arbeiten müssten, zum Beispiel beim Grünflächenamt, oder bei der Stadtentwässerung. „Wir gegen davon aus, dass es einen etwas anderen Krankenstand in den Bereichen gibt, in denen körperlich gearbeitet wird“, sagte Möser. In der Stadtverwaltung sei der Krankenstand schon lange ein Thema, beispielsweise gebe es Betriebssportangebote für die Mitarbeiter und ein Gesundheitsmanagement.

Den leichten Anstieg des Krankenstandes im Jahr 2009 erklärte Möser mit dem Stellenabbau in einigen Bereichen der Verwaltung. „Die Quote ist nicht wesentlich schlechter geworden, trotz der Arbeitsverdichtung“, meinte er.
Die Sprecherin der Regionsverwaltung, Christina Kreutz, kritisierte die Statistik des Steuerzahlerbundes. „Solange nicht sichergestellt ist, dass alle Kommunen die Daten identisch erheben, ist es schwierig, Schlüsse zu ziehen“, sagte sie. Beispielsweise rechneten einige Kommunen die Langzeiterkrankten mit ein, andere wiederum nicht.

Das Thema Gesundheitsschutz habe in den vergangenen Jahren in der Regionsverwaltung erheblich an Bedeutung gewonnen. Es gebe einen Arbeitskreis Gesundheit, der regelmäßig Angebote mache. Dazu gehörten Vorträge, Gesundheitstage oder die sogenannte bewegte Mittagspause. Kreutz hob das sogenannte betriebliche Eingliederungsmangement hervor, das Mitarbeiter nach längeren Erkrankungen nutzen könnten. Dabei werde geschaut, wie die Situation am Arbeitsplatz verändert werden könne, damit der Mitarbeiter arbeiten könne und möglichst gesund bleibe.

Vor der Bundesligapartie Hannover 96 gegen den VfL Wolfsburg ist es am Sonnabend in der Altstadt zu massiven Ausschreitungen gekommen. Etwa 50 gewaltbereite 96-Fans, sogenannte Ultras, griffen rund 140 radikale Wolfsburg-Anhänger an, die sich in der Kneipe „Schateke“ in der Kramerstraße aufhielten.

Vivien-Marie Drews 06.02.2011

Beim Jobcenter der Region Hannover will man Arbeitslose dazu ermutigen, mehr für ihre Gesundheit zu tun und nicht nur in der eigenen Wohnung zu bleiben. Derzeit läuft ein Projekt, das das Jobcenter mit Unterstützung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchführt.

Bernd Haase 06.02.2011

Am Mittwoch beschäftigt sich der Haushaltsausschuss des Bundestags mit einer brisanten Drucksache. Um Kosten zu sparen, will das Verkehrsministerium sich von der Zuständigkeit für etliche Bundeswasserstraßen trennen. Als einziger Fluss ausdrücklich genannt ist in einem Beispielpapier die Leine bei Hannover.

Conrad von Meding 06.02.2011