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Aus der Stadt Wer räumt das Streumittel nach Unfällen weg?
Hannover Aus der Stadt Wer räumt das Streumittel nach Unfällen weg?
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00:30 27.03.2015
Wurden nicht angefordert: Neue Ölspurbeseitigungswagen der Berufsfeuerwehr. Quelle: von Ditfurth
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Hannover

Die mehr als vierstündige Vollsperrung der Flughafenstraße in Langenhagen hat am Montag Unmut bei vielen Autofahrern ausgelöst. Nach einem Unfall um 16.20 Uhr auf Höhe der Münchner Straße konnte die B 522 erst um 20.40 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war eine Oldenburger Spezialfirma damit beschäftigt, Streumittel aufzukehren, mit dem ausgelaufener Diesel gebunden worden war. Kurios: Hannovers Berufsfeuerwehr hat in der neuen Wache am Weidendamm zwei Spezial-Kehrmaschinen zum Aufnehmen von Öllachen – doch diese wurden nicht angefordert.

Zuständigkeit vor Schnelligkeit

Offenbar durften sie nicht angefordert werden. „Die B 522 gehört in diesem Bereich nicht zur Stadt Langenhagen“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. Daher sei nicht mehr die örtliche Feuerwehr, sondern die Straßenmeisterei Burgwedel zuständig gewesen. „Diese hat einen Vertrag mit einem externen Dienstleister, der in solchen Fällen tätig wird“, sagt Kreutz. Das Unternehmen habe zwar seinen Sitz in Oldenburg, aber eine Dependance in der Region, von der aus es die Einsatzstellen zügig erreiche.

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Bei der Freiwilligen Feuerwehr Langenhagen heißt es, die Verzögerungen am Montagnachmittag seien ohnehin nicht durch die Anfahrt des Reinigungsfahrzeugs verursacht wurden. „Wir haben die Unfallstelle erst um 18.45 Uhr an die Polizei übergeben können“, sagt Sprecher Stephan Bommert. Mehr als zwei Stunden brauchten die Einsatzkräfte zuvor, um die Unfallstelle zu sichern und den verletzten Fahrer eines Transporters zu retten. Danach rückten die ehrenamtlichen Helfer wieder ab.

Auch bei einer Öllache auf Langenhagener Stadtgebiet wäre die Berufsfeuerwehr nicht eingeschaltet worden – zuständig wäre die Freiwillige Feuerwehr. „Um die Ressourcen der Freiwilligen Wehr zu schonen, besteht seit einigen Jahren ein Rahmenvertrag mit einer auf Ölspuren spezialisierten Firma“, sagt Bommert. Die ehrenamtlichen Helfer entfernen Ölreste nur dann, wenn die Leitstelle der Region entscheidet, dass Gefahr im Verzug ist. Das war am Montag nicht der Fall.

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