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Aus der Stadt Aufzüge und Ampeln fallen nach Strompanne aus
Hannover Aus der Stadt Aufzüge und Ampeln fallen nach Strompanne aus
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21:18 29.04.2015
Von Tobias Morchner
Der Schrägaufzug im Neuen Rathaus ist am Mittwoch steckengeblieben.
Der Schrägaufzug im Neuen Rathaus ist am Mittwoch steckengeblieben. Quelle: Thomas
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Hannover

Der Ausfall einer 220-Kilovolt-Leitung im Umspannwerk Wahle bei Braunschweig hat am Mittwoch massive Auswirkungen auf Hannovers Stromnetz gehabt. Ampelsignale fielen aus, der Bahnverkehr insbesondere auf der Strecke von Hannover nach Lehrte war unterbrochen, der Schrägaufzug im Neuen Rathaus blieb stecken. Die Feuerwehr musste vier Erwachsene und zwei Kinder aus der Kabine befreien.

Die Störung war um kurz vor 17 Uhr in dem Umspannwerk des Unternehmens Tennet aufgetreten. „Wir wissen noch nicht genau, wie es dazu kommen konnte, die Fehlersuche läuft“, sagt Sprecherin Ulrike Hörchens. Es dauerte rund eine Stunde, bis alle Schäden im Umspannwerk wieder behoben waren. „Der Vorfall hatte Auswirkungen in die untergeordneten Netze“, sagt Hörchens.

Der Ausfall einer 220-Kilovolt-Leitung im Umspannwerk Wahle bei Braunschweig hat am Mittwoch massive Auswirkungen auf Hannovers Stromnetz gehabt.

Bei den Stadtwerken gingen die Störungsmeldungen im Minutentakt ein. „Ein Radiosender teilte mit, dass die Rolltreppen im Funkhaus stehengeblieben seien, andere berichteten über ausgefallene Ampelanlagen“, sagt Stadtwerkesprecher Carlo Kallen. So war beispielsweise die Ampelanlage in der Herschelstraße unmittelbar vor der Polizeiinspektion Mitte von dem Stromausfall betroffen. Nach Angaben der Behörde waren die Ampeln allerdings schnell wieder funktionstüchtig. Verkehrsunfälle verzeichnete die Polizei wegen der Netzschwankung aber nicht. Im Heizkraftwerk Linden führte der Vorfall dazu, dass die Dampfturbine ausfiel. „Sie musste neu hochgefahren werden“, sagt Kallen.

Schlimmer traf es die Fahrgäste der Deutschen Bahn. Wegen der Strompanne fielen mehrere Signale in verschiedenen Stellwerken aus. Ganz besonders betroffen war die Anlage auf der Strecke zwischen Hannover und Lehrte. „Der Fernverkehr musste zwischen 16.55 Uhr und 18.25 über die Güterstrecke umgeleitet werden. Es kam zu Verzögerungen“, sagt eine Unternehmenssprecherin. In dieser Zeit verkehrten auf der betroffenen Strecke auch keine S-Bahnen. Die Bahn setzte Busse als Ersatz ein. „Ein Regionalexpress musste auf freier Strecke zwischen Lehrte und Hannover stehenbleiben, die Fahrgäste konnten den Zug nicht verlassen“, sagt die Bahnsprecherin.

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