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Aus der Stadt Gabriel und Weil bei Trauerfeier für Ravens
Hannover Aus der Stadt Gabriel und Weil bei Trauerfeier für Ravens
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00:16 22.09.2017
Von Saskia Döhner
"Wir haben einen Freund verloren": Viele SPD-Politiker nahmen am Dienstag Abschied von Karl Ravens. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Der frühere Bundesbauminister, der viele Jahre auch Oppositionsfüher im Landtag war, war am 8. September im Alter von 90 Jahren gestorben.

Ministerpräsident Stephan Weil hielt eine sehr persönliche Trauerrede: "Ich habe einen engen Freund verloren und ich bin sehr traurig." Ravens sei der SPD über all die Jahrzehnte tief verbunden gewesen. Ende August hatte die niedersächsische Partei noch seinen 90. Geburtstag nachgefeiert. Zwar sei Ravens durch seine Krankheit köperlich geschwächt gewesen, aber "geistig hellwach und präsent".

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Weil berichtete davon, wie er 2015 mit Ravens zur Trauerfeier für den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) nach Hamburg und zurück nach Hannover gefahren sei. Damals habe dieser vier Stunden lang ("Ich habe kaum etwas gesagt") über den politischen Wiederaufbau Deutschlands nach der NS-Diktatur erzählt. Weil sagte, Ravens habe stets Haltung und Anstand bewiesen auch in politisch für ihn bitteren Jahren.

Pastor Uwe Siemens-Ziegler sagte, Ravens sei gekommen, wenn er gerufen worden sei, ob aus Bonn in die niedersächsische Landespolitik oder auch in Kirchenämter.

Zu den zahlreichen Trauergästen gehörten auch die Landesministerinnen Frauke Heiligenstadt (Kultus) und Cornelia Rundt (Soziales), Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, der frühere hannoversche OB Herbert Schmalstieg und seine Frau Heidi Merk, Dirk-Ulrich Mende, bis Februar Oberbürgermeister von Celle, die Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta, Stefan Politze, Detlef Tanke und Klaus-Peter Bachmann. Auch die Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn saß in der ersten Reihe.

Ravens hinterlässt eine Frau, einen Sohn und zwei Enkeltöchter.

Andreas Schinkel 22.09.2017