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Aus der Stadt Suche nach der Grenze
Hannover Aus der Stadt Suche nach der Grenze
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20:40 22.07.2014
Foto: An fünf interaktiven Stationen werden die Besucher unter anderem mit sexistischen Anmachsprüchen konfrontiert.
An fünf interaktiven Stationen werden die Besucher unter anderem mit sexistischen Anmachsprüchen konfrontiert. Quelle: Nico Herzog
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Hannover

Seit Dienstag steht im Zirkuszelt am Haus der Jugend ein sogenannter Präventionsparcours für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren, aber auch für Eltern, zur Verfügung. Die Ausstellung ist Teil der bundesweiten Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“.

An den fünf Stationen, interaktiven Boxen, werden die Besucher unter anderem mit sexistischer Werbung, verschiedenen Anmachsprüchen, Gruppendruck und dem Verhalten von Mädchen und Jungen in ihrer ersten Beziehung konfrontiert. Die Besucher können zwischen verschiedenen Verhaltensweisen wählen, sich austauschen und so spielerisch mit dem Thema Sexualität auseinandersetzen. An einer der Boxen sind beispielsweise Situationen beschrieben, auf die Jugendliche in einer Beziehung unweigerlich treffen. Wie würden Sie sich verhalten?

Im Zirkuszelt am Haus der Jugend ein sogenannter Präventionsparcours für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren, aber auch für Eltern, zur Verfügung. Die Ausstellung „Echt krass“ ist Teil der bundesweiten Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“.

Die Ausstellung gebe den Jugendlichen eine Hilfestellung, „das Minenfeld von Emotionen und Gefühlen im Zusammenhang mit Liebe und körperlicher Nähe zu durchqueren“, so Hannovers Bürgermeisterin Regine Kramarek, die die Ausstellung eröffnete.

„Oftmals gehören Grenzverletzungen sexueller Art zum Alltag der Jugendlichen“, sagte Barbara David von der Beratungsstelle Violetta in Hannover. Für sie sei es wichtig, den Mädchen, aber auch Jungen zu zeigen, dass das eben nicht normal sei. Dass sich die Betroffenen wehren und ihre Grenzen klar abstecken sollten. Die Ausstellung soll zudem die Arbeit von Pädadogen stärken.

Aus diesem Grund kamen unter anderem Vanessa Topuzoglu und Madeleine Sdrojek zur Eröffnung. Beide arbeiten mit Kindern und Jugendlichen zusammen. „Viele reflektieren ihr Verhalten nicht“, sagte Topuzoglu. Sie müssten lernen, was angemessen ist. Und Sdrojek ist überzeugt, die Jugendlichen könnten bei der Ausstellung lernen, dass sie mit ihren Fragen und Problemen nicht allein seien.

Bis zum 9. August ist die Ausstellung noch geöffnet. Gruppen können sich unter www.hausderjugend-hannover.de zu Besuchen anmelden.

Manuela Wilk

Michael Zgoll 22.07.2014
Bernd Haase 25.07.2014