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Aus der Stadt Autobahn 2 bei Hannover hält nur noch zwölf Jahre
Hannover Aus der Stadt Autobahn 2 bei Hannover hält nur noch zwölf Jahre
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00:16 29.12.2016
Von Heiko Randermann
An der automatischen Zählstelle Hannover-Ost wurden 2015 im Schnitt 86 971 Fahrzeuge täglich erfasst, in Hannover-Bothfeld waren es 106 410 Fahrzeuge.
An der automatischen Zählstelle Hannover-Ost wurden 2015 im Schnitt 86 971 Fahrzeuge täglich erfasst, in Hannover-Bothfeld waren es 106 410 Fahrzeuge.  Quelle: Elsner
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Hannover

Die Autobahn 2 in der Region Hannover nähert sich dem Verfallsdatum. Nach fast 40 Jahren in Betrieb ist der Abschnitt zwischen Wunstorf-Luthe und Hannover-Ost am Ende seiner Kräfte angelangt und muss generalüberholt werden. „Wir haben die A 2 so ertüchtigt, dass sie noch zehn bis zwölf Jahre hält“, sagt Friedhelm Fischer, Leiter des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, der HAZ. Die Kosten für die Grunderneuerung des etwa 30 Kilometer langen Abschnitts schätzt er auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Das Land habe anstelle der Grundsanierung einen Ausbau der Strecke auf acht Spuren vorgeschlagen, dem sei der Bund aber nicht gefolgt - daher müsse nun die Fahrbahnerneuerung geplant werden.

Der Ausbau der überlasteten A-2-Strecke ist vom Bundesverkehrsministerium in Berlin nicht in den sogenannten Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen worden. Nur auf dem etwa 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Abfahrt Herrenhausen und dem Autobahndreieck West sollen die Fahrbahnen in jeder Richtung auf vier Spuren erweitert werden. Der Ausbau der Autobahn 2 sei jedoch längst überfällig, kritisiert Fischer die Entscheidung. „Das ist eine hochbelastete Autobahn mit sehr viel Erhaltungsaufwand.“ Ursprünglich sei die Strecke für 30 000 Fahrzeuge in 24 Stunden geplant gewesen, jetzt sind es dreimal so viele.

86 971 Fahrzeuge täglich

An der automatischen Zählstelle Hannover-Ost wurden 2015 im Schnitt 86 971 Fahrzeuge täglich erfasst, in Hannover-Bothfeld waren es 106 410 Fahrzeuge. Fast jedes vierte Fahrzeug ist ein Lkw. Im Bundesverkehrswegeplan, der Anfang Dezember vom Bundestag beschlossen wurde, steht die Erweiterung der A 2 bei Hannover auf acht Spuren zwar, aber nur im „weiteren Bedarf“. Eine Chance auf eine Realisierung in dieser Bauperiode, die bis zum Jahr 2030 geht, haben aber nur Projekte, die im „vordringlichen Bedarf“ gelandet sind.

Der ADAC stimmt Fischers Kritik an der Zurückstellung des achtspurigen Ausbaus zu. „Mit der enormen Verkehrsbelastung der A 2 an diesem Knotenpunkt sind die Kapazitätsgrenzen erreicht“, sagte ADAC-Sprecherin Christine Rettig gestern. Da in den kommenden Jahren mit einer weiteren Zunahme der Verkehrsströme zu rechnen sei, bedeute das auch, dass sich die Unfallgefahr verschärfen werde.

Die letzte Komplettsanierung erlebte die A 2 zwischen Wunstorf-Luthe und Hannover-Ost in den 1980er-Jahren, als der sechsstreifige Ausbau der Autobahn durchgeführt wurde. Seitdem gab es nur noch kleinere Einzelmaßnahmen. Nach Angaben der Landesbehörde wird die Grunderneuerung in den Jahren 2025 bis 2027 laufen. Weil es bislang keinen Auftrag aus der Politik gebe, habe die Behörde aber noch nicht mit den konkreten Planungen begonnen.

Heiko Randermann und Christian Link

Neue Ab- und 
Auffahrten

Die beiden Autobahndreiecke Mellendorf und Hannover-West sollen künftig Ab- und Auffahrten in alle Richtungen anbieten. Das bedeutet: Wer auf der A 2 Richtung Westen fährt, kann künftig auch am Dreieck West auf die A 352 wechseln. Und wer auf der A 7 nach Norden fährt, kann dann auch auf die A  352 wechseln. 

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