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Aus der Stadt Autohalter muss nicht für City-Bombenalarm zahlen
Hannover Aus der Stadt Autohalter muss nicht für City-Bombenalarm zahlen
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00:17 07.01.2017
Von Tobias Morchner
Dieser Golf rief die Polizei auf den Plan. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Die Staatsanwalt hat ihr Verfahren gegen den Autohalter aus dem Landkreis Schaumburg mangels Vorsätzlichkeit eingestellt und den Fall an das Ordnungsamt abgegeben. Nun prüft die Stadt, ob sie gegen den 62-Jährigen ein Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit verhängen kann.

Wegen eines verdächtigen Gegenstandes in einem Auto hat die Polizei die Röseler-, Markt- und Osterstraße abgesperrt.

Der 62-Jährige hatte seinen VW Golf am Nachmittag des 13. Dezembers in der Röselerstraße abgestellt, er wollte auf den Weihnachtsmarkt gehen. Kurz darauf fiel der Wagen einer Mitarbeiterin der Stadt auf, weil aus dem Inneren mehrere Kabel in den Motorraum führten. Die Zeugin alarmierte die Polizei, weil sie die Konstruktion für eine Bombe hielt.

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Die Beamten lösten Großalarm aus, sperrten die Röselerstraße ab. Eine Drogerie, ein Supermarkt, eine Weinbar und die Sparkasse an der Markthalle mussten geräumt werden. Die Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamts rückten aus und konnten bald Entwarnung geben. Die Polizei stellte den Wagen anschließend sicher. Die Ermittler vermuteten, dass der 62-Jährige seinen Wagen zu Tuningzwecken manipulieren wollte. Gegenüber der HAZ gab der Golf-Besitzer an, bei den Kabeln habe es sich um eine Messvorrichtung für den Turbolader seines Autos gehandelt. So habe er herausfinden wollen, ob das Gerät noch intakt sei. 

04.01.2017