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Aus der Stadt Autotreffen führt zu Verkehrschaos
Hannover Aus der Stadt Autotreffen führt zu Verkehrschaos
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06:15 09.04.2012
Von Tobias Morchner
Verengte Fahrbahn: Besucher des Autotreffens quälen sich über die Bundesstraße. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Die 5000 Besucher, die sich für tiefergelegte Karosserien, dröhnende Auspuffanlagen und bunte Felgen interessierten, stauten sich mit ihren Fahrzeugen nicht nur auf der Bundesstraße 6. Zu Behinderungen kam es von 16 Uhr an vor allem auf der Autobahn 2 an der Abfahrt Herrenhausen/Garbsen. Zeitweise ging dort auf einer Länge von rund drei Kilometern nichts mehr. Zudem kam es an dieser Stelle zu brenzligen Situationen. Die PS-begeisterten Besucher versuchten, durch waghalsige Manöver die Wartezeit im Stau zu verkürzen und benutzten den Standstreifen, obwohl dort immer wieder Fußgänger – ebenfalls Anreisende, die sich auf diese Weise die Zeit vertreiben wollten – unterwegs waren.

Auch auf dem Veranstaltungsgelände selbst, auf dem insgesamt 1700 Wagen ausgestellt wurden, gab es kaum ein Vorankommen. Die Polizei hatte die Bundesstraße zwischen der Robert-Hesse-Straße und der Straße Rote Reihe in beide Richtungen auf eine Spur verengt. Außerdem wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf Tempo 30 verringert.

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Es war das erste Mal, dass die traditionelle Saisoneröffnung der Autoschrauber am Karfreitag in Garbsen stattfand. Bislang waren die Treffen rund um die Aral-Tankstelle an der Vahrenwalder Straße in Hannover abgehalten worden. Doch dort hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder gefährliche Szenen abgespielt. Die Teilnehmer lieferten sich illegale Straßenrennen. Außerdem liefen sie über die Schienen der Stadtbahn. Anfang September 2011 kam bei einem solchen Treffen der Autotuner ein 24-Jähriger ums Leben. Vor den Augen mehrerer Hundert Menschen wurde er auf der Vahrenwalder Straße von einer Stadtbahn überrollt und getötet. Vor diesem Hintergrund hatten sich Polizei und die Organisatoren des Treffens auf den neuen Veranstaltungsort in Garbsen verständigt. Das allerdings war nicht zu allen Fans durchgedrungen – einige von ihnen fuhren mit Autos oder Motorrädern doch wieder zur Vahrenwalder Straße. Die Polizei, die damit gerechnet hatte und verschärft kontrollierte, erteilte Platzverweise.

In Garbsen wiederum hatten Beamte bis zum Ende des Treffens um 23 Uhr 73 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet – in der Regel wegen zu schnellen Fahrens. So wurde etwa ein Nissan-Fahrer auf der B 6 mit Tempo 217 gestoppt.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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