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Aus der Stadt Von der Ohe ist neuer Kämmerer
Hannover Aus der Stadt Von der Ohe ist neuer Kämmerer
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00:16 21.05.2017
Von Andreas Schinkel
Axel von der Ohe ist künftig Herr der Zahlen im Rathaus.
Axel von der Ohe ist künftig Herr der Zahlen im Rathaus. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Auf die Ausschreibung für den Dezernentenposten sind im Rathaus 34 Bewerbungen eingegangen, 27 Männer und sieben Frauen wollten Kämmerer in Hannover werden.

Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) legt vor der Wahl des neuen Kämmerers im Rat dar, warum er von der Ohe für die beste Besetzung hält. "Er kennt das Metier und hat hervorragende Ideen", sagt Schostok. Zudem habe er von der Ohe als einen verlässlichen und engagierten Menschen kennengelernt.

Auch von der Ohe selbst bekommt die Gelegenheit, sich vor dem Wahlgang den Ratsmitgliedern vorzustellen. "Schön haben Sie es hier", sagt er mit Blick auf den Sitzungssaal. Der 40-Jährige betont seine Erfahrungen im Bereich Beteiligungsmanagement der Regionsverwaltung. Mit Blick auf die Zukunft signalisiert er, das Investitionspaket über 500 Millionen Euro mitzutragen. Wichtig sei aber auch, die Konsolidierung des Haushalts fortzuführen.  Am Ende seiner ruhig vorgetragenen Rede reicht von der Ohe den Ratsleuten die Hand. "Meine Tür wird Ihnen offen stehen", sagt er. Heftigen Applaus bekommt er von SPD, Grünen, FDP und auch den "Hannoveranern".

Der Rat der Stadt Hannover beschließt wichtige Selbstverwaltungsaufgaben der Stadt. Das sollten Sie über ihn wissen.

Die Wahl von der Ohes ist zu einer Bewährungsprobe für das Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP geraten. Die CDU hatte bereits signalisiert, den von OB Stefan Schostok vorgeschlagenen Kandidaten abzulehnen. Auch andere Oppositionsparteien blieben zurückhaltend. Die Ampel-Partner verfügen nur über eine hauchdünne Mehrheit von zwei Stimmen im Rat, einschließlich der Stimme des Oberbürgermeisters. Da könnten wenige Abweichler innerhalb des Bündnisses die Wahl ernsthaft gefährden. Nach Informationen der HAZ hatte es im Vorfeld bei den Grünen durchaus Stimmen gegeben, die der Wahl von der Ohes skeptisch gegenüberstanden - und ihr Votum mit Forderungen verbinden wollten. Am Ende hat dann offensichtlich die Fraktionsdisziplin gesiegt.

Von der Ohe war zuvor Leiter des Bereichs Zentrale Steuerung in der Regionsverwaltung. Er galt als rechte Hand von Regionspräsident Hauke Jagau. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die Konsolidierung des Klinikums. Von der Ohe ist in Wolfsburg geboren und in Gifhorn aufgewachsen. Der 40-Jährige hat an der Leibniz Universität Hannover Politikwissenschaften und Germanistik studiert. Seine wissenschaftliche Ausbildung schloss er mit einer Promotion ab. Zunächst arbeitete von der Ohe für den SPD-Bundestagsabgeordneten Rolf Hempelmann, 2008 wechselte er zur Regionsverwaltung. Von der Ohe ist verheiratet und lebt mit seiner Familie (zwei Kinder) in Linden.

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