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Aus der Stadt Baden im Maschsee gefährdet Gesundheit
Hannover Aus der Stadt Baden im Maschsee gefährdet Gesundheit
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21:10 21.06.2012
Weil Wasservögel das Strandbad am Maschsee mit ihrem Kot verschmutzen, ist die Schwimmstätte vorübergehend geschlossen worden. Quelle: Martin Steiner
Hannover

Das teilte die Region Hannover mit, die das Verbot verhängt hat. Der Grund: Durch den Kot von Wasservögeln, vor allem von Graugänsen, ist das Wasser derart verunreinigt, dass die Grenzwerte überschritten sind.  „In den vergangenen zehn Jahren ist so etwas nicht passiert“, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann. Eine Lösung, wie mit dem Problem umgegangen werden könnte, gibt es offenbar noch nicht. Beim Betreiber Aspria sorgt man sich, dass das Bad im schlimmsten Fall die ganze Sommersaison über gesperrt bleiben könnte.

„Die Nachricht hat uns völlig überrascht“, sagt Aspria-Geschäftsführer Thomas Strohmeyer. Nachdem die Gesundheitsbehörde der Region ihn am Donnerstagvormittag über die Lage informierte hatte, habe er den Badebereich am Südufer umgehend sperren lassen. Aufgefallen ist die erhöhte Keimbelastung bei einer Routinekontrolle: Mitarbeiter der Region entnehmen alle zwei Wochen Wasserproben in den Badeseen von Stadt und Umland. Nachdem sie die aktuellen Werte des Strandbads in Augenschein genommen hatten, schlugen sie Alarm.

Die Graugänse haben sich laut Aspria-Geschäftsführer Strohmeyer auch schon in den Vorjahren am Ufer des Strandbades und im Wasser niedergelassen. Bis zu 200 Gänse seien in den Abendstunden am Strandbad zu finden. Bisher sei das Problem aber „eines des Komforts“ gewesen – Badegäste trafen auf der Liegewiese immer wieder auf Kothaufen. „Dabei säubern wir den Strand und die Wiese schon jeden Tag.“ Auch der Versuch, die Gänse mit Blinklichtern zu vertreiben, hätten keinen Erfolg gehabt.

Als Betreiber des Bades muss Aspria Abhilfe schaffen, um die Keimbelastung des Wassers zu reduzieren. Doch Strohmeyer zeigt sich ratlos. Empfehlungen der Region, am Ufer mobile Zäune zu errichten, hält er für kaum praktikabel: „Die Vögel können ja fliegen, und man kann doch nicht die gesamte Wasserfläche mit einem Netz überspannen.“ Strohmeyer hofft nun auf Unterstützung der Stadt Hannover, von der er das Badegelände gepachtet hat. „Schließlich ist die Gesundheit unserer Gäste bedroht.“

Auch die Stadt hat noch keine Lösung. „Wir werden uns kurzfristig mit allen Beteiligten zusammensetzen und nach einer Lösung suchen“, hieß es am Donnerstag.

Juliane Kaune und Bernd Haase

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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