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Aus der Stadt Badenstedt im Schockzustand
Hannover Aus der Stadt Badenstedt im Schockzustand
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00:15 08.09.2013
Die Anwohner sind auch einen Tag nach dem tödlichen Messerangriff auf die Badenstedterin Heike Z. tief betroffen. Quelle: Kießler
Badenstedt

Der Haftrichter entschied am Donnerstag, dass der Mann, der am Mittwoch in Badenstedt vermutlich die 39-jährige Heike Z. umgebracht hat, wegen des Verdachts auf Totschlag nicht wieder auf freien Fuß kommt. Die Deutsche Presse Agentur meldete am Donnerstagnachmittag, dass der 32-Jährige den Angriff auf Heike Z. gestanden habe, die Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte dies jedoch bis zum Donnerstagabend nicht.

Der 32-Jährige hatte sich am Mittwoch der Polizei gestellt, nachdem er mutmaßlich kurz zuvor seine ehemalige Lebensgefährtin in ihrer Wohnung in Badenstedt erstochen hatte. Heike Z., die einen 13 Jahre alten Sohn aus einer früheren Beziehung hat, soll sich kurz zuvor von dem Russlanddeutschen getrennt haben. Eine Paketbotin hatte die Polizei gegen Mittag alarmiert, weil ihr der Mann mit blutverschmierten Händen die Tür geöffnet hatte.

Die Menschen in Badenstedt sind geschockt von dem Mord an einer 39-Jährigen. Der mutmaßliche Täter Oleg C. sitzt derweil in Untersuchungshaft.

Einen Tag nach der Bluttat ist der Alltag wieder in die Siedlung am Suttnerweg eingekehrt. Der Schock über den tödlichen Messerangriff sitzt bei den Anwohner dennoch tief. Die Nachbarn haben sich in ihre Wohnungen zurückgezogen, wollen mit niemandem sprechen. Auf der versiegelten Wohnungstür des Opfers sind noch die Reste des Pulvers zu sehen, mit dem die Kriminalpolizei am Mittwoch nach Fingerabdrücken suchte. Neben den Stufen zum Eingang des Mehrfamilienhauses stehen Kerzen und Blumen neben zwei karierten Din-A-4-Blättern. „Warum?“ steht auf einem. Auf dem zweiten drücken die Menschen aus der Umgebung der Familie der Toten ihr Beileid und Mitgefühl aus.

Auch in dem Fitnessstudio, in dem Heike Z. Mitglied war, herrscht Unverständnis. „Ich kann mir gar nicht erklären, wie sie an so einen Mann geraten ist, wenn er wirklich so war, wie ihn die Anwohner beschreiben“, sagt eine Mitarbeiterin. Sie kannte die 39-Jährige, die seit dem Frühjahr zum Sporttreiben kam, nur vom Sehen. Einmal trainierte sie gemeinsam mit der alleinerziehenden Mutter. „Sie war sehr freundlich und umgänglich“, sagt die 25-Jährige „Sie war sehr aufmerksam. Wenn man ihr etwas erklärte, setzte sie es direkt um.“

In Badenstedt ist am Mittwochmittag eine offenbar mit einem Messer erstochene Frau gefunden worden. In der Nähe wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.

Den mutmaßlichen Täter Oleg C., von dem Nachbarn sagen, dass auch er seit ein paar Monaten regelmäßig ins Fitnessstudio ging, kennt die Mitarbeiterin nicht. „Das wäre aufgefallen, wenn hier jemand aggressiv gewesen wäre“, sagt auch ein Gast, der fast täglich kommt. „Und an sein Gesicht kann ich mich auch nicht erinnern“, fügt eine andere Mitarbeiterin hinzu. Wohl aber an das Gesicht von Heike Z.. „Das letzte Mal, dass sie hier war, um zu trainieren, ist gerade einmal ein paar Tage her.“

In der näheren Umgebung ihrer Wohnung wurde Heike Z. nur selten gesehen. „Es kann sein, dass sie mal bei uns auf der Terrasse saß“, sagt der Betreiber des Bistros, das keine 300 Meter vom Tatort im Suttnerweg entfernt ist. Erinnern kann er sich jedoch nicht an die 39-Jährige. „Ich kann mir Gesichter eigentlich gut merken, aber sie und ihr Freund waren wohl Einzelgänger.“

Dennoch ist die Bluttat Thema im Viertel. Auch in dem Cafe direkt nebenan „Das ist eine schreckliche Geschichte“, sagt Inhaberin Gisela Scharnhorst, obwohl sie weder das Opfer noch den mutmaßlichen Täter Heike Z. kennt. Die Bewohner der Siedlung am Suttnerweg kauften bei ihr so gut wie nie Kuchen oder Kaffee. „Mir geht vor allem der Sohn der Frau nicht mehr aus dem Kopf“, sagt ein Gast. „Er muss den Rest seines Lebens mit dieser Sache kämpfen.“

von Jörn Kießler

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