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Aus der Stadt Bäcker backen Reformationsbrötchen
Hannover Aus der Stadt Bäcker backen Reformationsbrötchen
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00:15 28.09.2017
Von Simon Benne
Backen für Gerechtigkeit: Prominente buken in Hannover die ersten Reformationsbrötchen. Quelle: von Ditfurth
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Hannover

Viele Rosinen, ein Hauch Vanille – und am Ende ein Klacks rote Marmelade: Die Reformationsbrötchen, die 500 Bäckereifilialen in ganz Niedersachsen jetzt anlässlich des Reformationsjubiläums bis zum 15. Oktober verkaufen, erinnern an die berühmte Luther-Rose. In Sachsen haben solche Brötchen eine lange Tradition – jetzt legten Prominente auch in Hannovers Bäckeramtshaus Hand an, um echte Reformationsbrötchen zu backen.

Unter dem Motto "Backen für Gerechtigkeit" verkaufen rund 500 Bäckereifilialen in ganz Niedersachsen jetzt Reformationsbrötchen. Zum Auftakt kneteten auch Landesbischof Ralf Meister und die frühere First Lady Bettina Wulff ein paar Exemplare. Der Erlös geht unter anderem an "Brot für die Welt".

„Das ist eine großartige Idee“, sagte Landesbischof Ralf Meister, ehe er unter kundiger Anleitung von Landesinnungsmeister Dietmar Baalk eine Portion Teig knetete: „So kommt ein weltweit bekanntes reformatorisches Symbol direkt in den Alltag.“ Auch die frühere First Lady Bettina Wulff beteiligte sich an der Aktion: „Reformation heißt für mich, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und zu verändern“, sagt sie. Für jedes verkaufte Brötchen spenden die Innungsbäcker 20 Cent an die kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Misereor.

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Neben Bürgermeister Thomas Hermann gehörte auch Propst Martin Tenge zu den Reformationsbrötchenbäckern. Das Jubiläumsjahr sei ein guter Anlass, ökumenische Kontakte zu pflegen. Vielleicht ja bei einem Reformationsbrötchen.