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Aus der Stadt Bahlsen hält seinen Keks wieder in Händen
Hannover Aus der Stadt Bahlsen hält seinen Keks wieder in Händen
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19:06 07.03.2013
Von Tobias Morchner
Der goldene Keks soll bald wieder an der Fassade bei Bahlsen hängen.
Der goldene Keks soll bald wieder an der Fassade bei Bahlsen hängen. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Aufatmen im Hause Bahlsen: Am Donnerstag um kurz nach 14.30 Uhr ist der vergoldete Leibniz-Keks in die Firmenzentrale an der Podbielskistraße zurück gekehrt. Zwei Polizisten brachten das Symbol des Unternehmens ordentlich verpackt in die Zentrale in der List zurück. „Es fühlt sich sehr gut an, ich freue mich sehr“, sagt Konzernchef Werner M. Bahlsen. In den kommenden Tagen sollen Fachleute den 20,6 Kilogramm schweren Keks begutachten. „Es sind einige Schleifspuren dran, es muss geprüft werden, ob der Keks restauriert werden muss“, erklärt der 63-Jährige. Aus diesem Grund stehe auch der Zeitpunkt, wann das Markenzeichen wieder zwischen den beiden Brezelmännern an der Fassade des Firmengebäudes aufgehängt wird, noch nicht fest. Ob der goldene Leibniz-Keks dann besonders vor einem erneuten Diebstahl geschützt wird oder nicht, sei noch nicht entschieden. „Schließlich hat der Keks immerhin über 100 Jahre dort gehangen, ohne dass irgendetwas passiert ist“, sagt Werner M. Bahlsen.

Das "Krümelmonster" stahl im Januar 2013 den Keks vom Bahlsen-Stammhaus. Die ganze Affäre zum Nachlesen.

Am Freitag will das Unternehmen mit der Auslieferung der ersten der insgesamt 52 000 Leibniz-Keks-Packungen beginnen. Welche soziale Einrichtung bei der Premiere bedacht wird, wollte Bahlsen noch nicht verraten. Auch die Namen der übrigen Gewinner sollen erst in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. „Bei uns sind 1400 Bewerbungen für die Kekse eingegangen, auch aus dem Ausland“, berichtet der Konzernchef. Sie alle sollen in den nächsten Tagen eine Nachricht von Bahlsen erhalten.

Für Werner M. Bahlsen und seine Mitarbeiter geht mit der endgültigen Rückgabe des Kekses eine hektische Zeit zu Ende. „Es gab nur wenige Tage, in denen ich nicht auf den gestohlenen Keks angesprochen worden bin“, gibt der 63-Jährige zu. Das Firmensymbol war Anfang des Jahres entwendet worden. Am 29. Januar ging bei der HAZ ein Erpresser-Schreiben ein, das mit dem Wort „Krümelmonster“ unterzeichnet war. Am 5. Februar tauchte der Gold-Keks vor der Leibniz-Universität wieder auf. Von den Tätern fehlt noch jede Spur.   

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Der goldene Leibniz-Keks kehrt in diesen Tagen in den Besitz der Firma Bahlsen zurück. Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch die Herausgabe des Beweisstücks angeordnet und der Polizei die sogenannte Freigabeverfügung übermittelt.

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