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Aus der Stadt Stadt will marodes Bauamt nicht abreißen
Hannover Aus der Stadt Stadt will marodes Bauamt nicht abreißen
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00:19 19.02.2015
Die Stadtspitze hat sich festgelegt: Das marode Bauamt neben dem Neuen Rathaus soll erhalten werden. Quelle: Surrey
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Hannover

Der Erhalt habe Priorität. Ein Rathaussprecher bestätigte, dass dies die „abgestimmte Meinung“ der Stadt Hannover sei. Als Chefin des Fachbereichs Gebäudemanagement obliegt es Tegtmeyer-Dette, einen Sanierungsplan zu entwickeln. Zunächst sollen gründliche Untersuchungen der Bausubstanz folgen. Ähnlich wie beim Landtagsgebäude hatten Gutachter Korrosionsschäden im Beton festgestellt. Wie stark der Stahl gerostet ist, soll jetzt geklärt werden. Nach der Sommerpause werde dem Rat ein Vorschlag unterbreitet, wie es weitergehen soll, kündigte die Dezernentin an.

Die Fassade der Bauverwaltung ist seit mehr als einem Jahr eingerüstet, die Platten bröckeln stark. In einer Gebäudestudie nennen Gutachter drei Szenarien für eine Sanierung: von einer günstigen Variante für 15 bis 20 Millionen Euro bis zur Komplettsanierung für bis zu 45 Millionen Euro inklusive neuer Innenausstattung. Bisher gingen im Rathaus die Meinungen darüber, wie mit dem Bauamt umzugehen ist, auseinander. Kämmerer Marc Hansmann (SPD) war vor allem an einer wirtschaftlichen Lösung interessiert und wollte angesichts der Kosten Abriss und Neubau nicht ausschließen.

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 Baudezernent Uwe Bodemann, der mit seinen Fachleuten in dem Gebäude residiert, sprach sich für den Erhalt aus. Die Stadt gebe kein gutes Beispiel, wenn sie den Denkmalschutz umgehe, aber gleichzeitig privaten Denkmalseigentümern auf die Finger schaue.     

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