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Aus der Stadt Bauamtsrat wegen Untreue vor Gericht
Hannover Aus der Stadt Bauamtsrat wegen Untreue vor Gericht
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19:17 16.03.2015
Von Tobias Morchner
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Es ist das letzte Kapitel eines langen Kriminalfalls, der bereits im Jahr 2010 aufgedeckt worden war. In der Folge war ein Unternehmer aus der Wedemark zu zwei einhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte vor Gericht eingeräumt, für die Vergabe von Aufträgen Geld oder andere Gegenleistungen an verschiedene Autobahnmeistereien in Niedersachsen gezahlt zu haben.

Der ehemalige Leiter der Autobahnmeisterei soll ebenfalls ein Begünstigter des Unternehmers gewesen sein. So steht es in der Anklageschrift, die am Montag vor Gericht verlesen wurde. Der Bauamtsrat soll insgesamt 22 000 Euro in bar von dem Wedemärker Unternehmer erhalten haben. Als Gegenleistung soll er ihm rund 25 Aufträge zugeschanzt haben. Dabei ging es beispielsweise um Mäharbeiten auf dem Grünstreifen entlang der Autobahn 352 oder um den Verleih größerer Maschinen. Da der Leiter der Autobahnmeisterei offiziell lediglich Aufträge bis zu einer Höhe von 10 000 Euro vergeben durfte, die Auftragsvolumen in den genannten Fällen deutlich höher waren, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Bauamtsrat die Aufträge künstlich aufgesplittet haben soll.

Der Angeklagte wies am ersten Verhandlungstag über seinen Verteidiger Matthias Waldraff die Vorwürfe zurück. Die Aufträge seien alle ordnungsgemäß vergeben worden. Der Wedemärker sein in aller Regel der günstigste Anbieter gewesen. Geld für die Vergabe von Aufträgen sei nie geflossen. Der Prozess wird am 23. März fortgesetzt. Der Wedemärker Unternehmer soll Mitte April als Zeuge vor Gericht gehört werden.

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