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Aus der Stadt Bauarbeiten am Hohen Ufer beginnen
Hannover Aus der Stadt Bauarbeiten am Hohen Ufer beginnen
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00:15 11.01.2015
Von Andreas Schinkel
Foto: Nach einem Jahr Verspätung sollen nun die Bauarbeiten auf dem Gelände am Hohen Ufer beginnen.
Nach einem Jahr Verspätung sollen nun die Bauarbeiten auf dem Gelände am Hohen Ufer beginnen. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

„Wie zu dieser Jahreszeit üblich hängt das Vorgehen auch von der Witterung ab“, sagt Helma-Geschäftsführer Björn Jeschina. Eine Bauzeit von 14 bis 18 Monaten hat er eingeplant.

Elf Millionen Euro investiert Helma in das Projekt, das nach den Plänen des Architekturbüros Heidenreich & Springer realisiert wird. Zwölf Wohnungen stehen in den beiden Häusern zur Verfügung, in den Erdgeschossen sollen Läden einziehen. Der Entwurf sieht zudem eine Kellergastronomie mit Aussicht auf die Leine vor. Panoramafenster werden in die Ufermauer eingelassen. Zudem soll auf der künftigen Uferpromenade Platz für eine Außenterrasse geschaffen werden. Parallel zum Wohnungsbau beginnt die Stadt in diesem Jahr mit ihrer Neugestaltung des Hohen Ufers. Zwei Promenaden, oben entlang der Straße und unten an der Leine, sollen zum Schlendern einladen. Eine Baumallee an der Straße Am Hohen Ufer wird gepflanzt.

Lange Wartezeiten

Die Gründe für die lange Verzögerung an der Helma-Baustelle bleiben diffus. Man habe bereits kurz nach dem Architektenwettbewerb im Sommer 2013 den Baugrund ausgehoben, damit genügend Zeit für die archäologischen Untersuchungen bleibt, erklärt Jeschina. Doch dann seien die Archäologen schneller fertig gewesen als erwartet. So klaffte am Hohen Ufer ein Loch, aber die Baugenehmigung stand noch aus.

Tatsächlich ließ das grüne Licht aus der Bauverwaltung lange auf sich warten. Denn das Sahnehäubchen des gesamten Vorhabens, die Kellergastronomie, brachte enorme technische Schwierigkeiten mit sich. Ein großes Abwasserrohr, das im Erdreich verläuft, hätte quer durchs Restaurant geführt. Weil dann das Restaurant nicht mehr barrierefrei gewesen wäre, musste umkonstruiert werden. Das Bauunternehmen Helma war gezwungen das Abwasserrohr zu verlegen – auf eigene Kosten, wie das Baudezernat betont.

Am Ende wunderte sich auch Baudezernent Uwe Bodemann über die lange Pause am Hohen Ufer. Erst kürzlich rief er bei Helma an und erkundigte sich nach dem Baustart – offenbar durchaus mit energischen Worten, wie Ratspolitiker berichten.

VHS zieht im August um

Auch die Volkshochschule zieht ans Hohe Ufer – in eine frisch sanierte ehemalige Schule gleich neben den Helma-Wohnhäusern. Die Sanierungsarbeiten haben sich stark verzögert, doch im August gibt die VHS ihren maroden Sitz am Theodor-Lessing-Platz auf.     

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