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Aus der Stadt Abschied von der „Steinwüste“
Hannover Aus der Stadt Abschied von der „Steinwüste“
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00:22 08.06.2014
Von Andreas Schinkel
„Ein Schmuckstück wird entstehen“: Architekt Kamel Louafi, Stefan Schostok und Rudolf Sabatier vom Bauunternehmen Strabag. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) gab am Donnerstag das Startsignal für die Umbauarbeiten auf dem in die Jahre gekommenen Trammplatz. Als Abschied von einer „Steinwüste“ bezeichnet Schostok das fast drei Millionen Euro teure Vorhaben. „Ein Schmuckstück wird vor dem Rathaus entstehen“, sagt Hannovers Oberbürgermeister. Dennoch werde die Geduld von Rathausbesuchern und -mitarbeitern angesichts einer Großbaustelle vor der Tür auf die Probe gestellt. „Wir alle müssen die Nerven behalten“, sagt Schostok.

Der Appell dürfte sich auch an die Autofahrer auf dem Friedrichswall richten. Denn ab Dienstag wird eine Spur auf dem Cityring Richtung Aegidientorplatz wegen der Bauarbeiten vor dem Rathaus gesperrt – und zwar bis Ende der Sommerferien im September. „Der Verkehrsfluss wird dadurch nicht behindert“, verspricht Tiefbauamtsleiter Andreas Bode. Das zeige die Erfahrung, denn vor einigen Wochen wurde die Fahrspur schon einmal abgesperrt. Damals ließ die Stadt den Fußgängerweg unterhalb des Friedrichswalls zuschütten. Dieter Prokisch, Fraktionschef der CDU im Bezirksrat Mitte, kann sich jedoch erinnern, dass in jenen Tagen zumindest während der Pendlerzeiten lange Staus entstanden sind. „Da werden sich die Autofahrer jetzt wieder ärgern“, sagt Prokisch.

Der erste Spatentisch ist gesetzt. Am Trammplatz vor dem Neuen Rathaus beginnen jetzt die Bauarbeiten. Rund 2,75 Millionen Euro lässt sich die Stadt die Erneuerung kosten.

Eine Verengung des Cityrings könnte sogar zu einem Zukunftsmodell werden. „Diese Vision wird wieder zum Thema, wenn der Trammplatz fertig ist“, kündigte Schostok am Donnerstag an. Oppositionspolitiker runzeln darüber die Stirn – sie hatten gehofft, dass die Pläne endlich vom Tisch sind. Vor zwei Jahren hatten sich SPD und Grüne noch darauf verständigt, den Friedrichswall und später auch das Leibnizufer von sechs auf vier Spuren zu verkleinern. Doch im Rathaus regte sich Widerstand gegen das Vorhaben aus dem Stadtentwicklungsdialog City 2020. Die Ratsopposition, aber auch Kämmerer Marc Hansmann (SPD) wollten nicht einsehen, warum intakte Straßen für Millionenbeträge umgebaut werden sollten. Aufgrund des massiven Drucks verschwanden die Pläne zunächst wieder in der Schublade. Doch jetzt hat sie Schostok überraschend offensiv wieder ins Gespräch gebracht.

Die Arbeiten auf dem Trammplatz werden aber noch eine Weile dauern. Spätestens am 19. April 2015, wenn der nächste Hannover-Marathon startet, muss jeder Stein dort liegen, wo er hingehört. Nach den Entwürfen von Landschaftsarchitekt Kamel Louafi wird auf dem Boden eine Art Mosaik mit floralem Muster verlegt. Die Bäume bleiben an Ort und Stelle, das Bodenniveau wird um 30 Zentimeter angehoben. Neue Rampen an den Seiten machen den Platz zugänglicher für Behinderte und Ältere. Zusätzliche Strom- und Wasseranschlüsse helfen bei Veranstaltungen wie dem Himmelfahrts-Jazz und der Maikundgebung.     

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