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Aus der Stadt Baudezernent Bodemann im Amt bestätigt
Hannover Aus der Stadt Baudezernent Bodemann im Amt bestätigt
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07:41 13.03.2015
Von Mathias Klein
Der alte ist auch der neue: Baudezernent Uwe Bodemann.
Der alte ist auch der neue: Baudezernent Uwe Bodemann. Quelle: HAZ
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Hannover

Baudezernent Uwe Bodemann (parteilos)bleibt weitere acht Jahre im Amt. Der Rat der Landeshauptstadt wählte ihn gestern mit 41 Stimmen, 19 stimmten gegen ihn, es gab eine Enthaltung. Die CDU hatte vor der Sitzung schriftlich bekanntgegeben, gegen Bodemann zu stimmen. Er habe bei seiner Vorstellung in der Fraktion enttäuscht, teilte CDU-Fraktionschef Seidel mit. Bodemann sei so sehr mit der Umsetzung rot-grüner Ratsbeschlüsse befasst, dass er keine eigenen Impulse setzen wolle oder könne, stichelte Seidel. So komme etwa die von ihm jetzt angekündigte Überarbeitung des Verkehrsmanagements Jahre zu spät. Außerdem habe Bodemann kein Konzept für die Unterbringung von Flüchtlingen. Fragen in der Fraktion etwa nach der langen Bearbeitung von Bauvoranfragen habe er nur mit dem Argument „abgebügelt“, dass es keine gravierenden Unterschiede zu anderen Städte gebe.

Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) lobte dagegen Bodemann. Der Stadtbaurat habe in den vergangenen acht Jahren die Stadt geprägt. Wegen des zu erwartenden Bevölkerungszuwachses brauche Hannover einen erfahrenden Baudezernenten. Der 59-Jährige sei der richtige Mann für Hannover.

Der Rat hat gestern mit den Stimmen von SPD und Grünen auch die Neuorganisation der Dezernate beschlossen. Dafür stimmten SPD und Grüne – CDU und Linke dagegen. In der emotionalen Debatte begründete CDU-Fraktionschef Seidel die Ablehnung seiner Fraktion mit anderen Vorstellungen zur Ausrichtung der Verwaltung. Außerdem habe sich die CDU im Vorfeld der Neuorganisation eine Debatte in den Fachausschüssen gewünscht. Seidel wies ebenso wie FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke auf die entstandene Unruhe bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung hin. „Mit denen haben sie offenbar nicht ausführlich genug gesprochen“, sagte Engelke. Die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Christine Kastning, verstand die Aufregung nicht. „Das ist doch normal, dass der Oberbürgermeister dem Rat einen Vorschlag zur Verteilung der Dezernate vorlegt“, betonte sie.

Personaldezernent Harald Härke (parteilos) übernimmt den Fachbereich Kultur, der Museen und Bibliotheken umfasst, sowie das Kulturbüro, das Stadtarchiv, die Stadtteilkulturarbeit und die Musikschule. Härke wird auch für die Feuerwehr zuständig sein – und nicht mehr Kämmerer Marc Hansmann (SPD). Die Herrenhäuser Gärten werden zur Chefsache, die Sportverwaltung wird dem Sozialdezernat zugeschlagen. Ein neues Bildungsdezernat kümmert sich um Schule, Familien- und Jugendhilfe sowie um die VHS.