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Aus der Stadt „Schäden am Landtag waren nicht absehbar“
Hannover Aus der Stadt „Schäden am Landtag waren nicht absehbar“
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20:17 13.02.2015
Von Heiko Randermann
Hannover

„Wenn Sie einen entsprechenden Aufwand betreiben, können Sie jedes Bauteil erhalten“, sagte Andreas Meissner. Das sei eine allgemeine Feststellung und sage nichts über den konkreten Bau, betonte der Referatsleiter im Staatlichen Baumanagement. Aber es sei natürlich möglich, einzelne Schäden auszugleichen und als Ultima Ratio auch die Wände baugleich auszutauschen, um das Gebäude zu erhalten.

Dass der Beton in den Wänden Schäden aufweise, sei nicht überraschend, sondern bei einem Gebäude dieses Alters zu erwarten, meinte Meissner. „Überraschend ist, dass die Rostfähigkeit schon so tief und weit vorangeschritten ist.“ Da habe man mit mehr Qualität bei der Errichtung des Gebäudes vor 50 Jahren auf dem Stand der damaligen Technik rechnen können, etwa bei der Verschalung. „Es ist ja ein sehr prominenter Bau“, so Meißner.

Es ist ein Mammutprojekt: Drei Jahre lang soll der Umbau des Landtagsgebäudes in Hannover andauern. Ein Rundgang über die Baustelle.

Fassade nur auf Wärmedämmung überprüft

2004 sei die Fassade des Landtags überprüft worden, aber nur auf die Frage der Wärmedämmung. Die jetzt erkannten Schäden habe man damals nicht sehen können, sondern erst jetzt, als auch die Innenseite der Wände freigelegt wurde. Es habe dann Probebohrungen gegeben an auffälligen Stellen, aber auch an Ecken, die für Schäden besonders anfällig sind, weil sich dort etwa Feuchtigkeit gesammelt hatte. Dafür wurden mehrere Bohrkerne gezogen und untersucht.

In Auftrag gegeben wurden die Untersuchungen Ende vergangenen Jahres, seit Ende Januar liegt das 27-seitige Gutachten vor. Es sei erst am Dienstag der politischen Ebene mitgeteilt worden, weil an diesem Tag die Baukommission des Landtags regulär getagt habe. „Damit ist es unverzüglich mitgeteilt worden“, sagte Meissner. Auch könnten weitere Risiken beim Baufortschritt nicht ausgeschlossen werden.

Bei den Sanierungsarbeiten des Niedersächsischen Landtages sind erhebliche Probleme aufgetreten: Die denkmalgeschützten Wände des Plenarsaales sind offenbar so brüchig, dass das Gebäude möglicherweise doch abgerissen werden muss.

Eine Anrechnung der Mehrkosten auf die vom Parlament festgesetzten  Umbaukosten will Landtagspräsident Bernd Busemann ablehnen. „Die Mängel wären ja auch zu beheben gewesen, wenn wir den Landtag nicht umgebaut hätten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er sieht die Chancen für einen Abriss bei „50 zu 50“ - eine Analyse der Alternativen stehe nun an. „Es ist eine Summe von mehr als einer Million Euro im Gespräch“, sagte er mit Blick auf die durch einen Komplettabriss mit anschließendem Wiederaufbau drohenden Mehrkosten.

Der Rundfunksender Radio 21 muss wegen Schleichwerbung eine Geldbuße von 5000 Euro zahlen. Das Amtsgericht Hannover sieht es als erwiesen an, dass der Sender mit Sitz in Garbsen in drei Fällen in der Sendung „Annettes Flurfunk“ Schleichwerbung verbreitet hat.

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