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Aus der Stadt Beginenturm öffnet im September
Hannover Aus der Stadt Beginenturm öffnet im September
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21:17 21.02.2012
Von Andreas Schinkel
Foto: 1357 wurde der trutzige Beginenturm erbaut. Bald ist er wieder zugänglich.
1357 wurde der trutzige Beginenturm erbaut. Bald ist er wieder zugänglich. Quelle: Thomas
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Hannover

 Dann ist zunächst nur das Erdgeschoss zugänglich, die Stadt plant aber, in den kommenden Jahren das gesamte Bauwerk herzurichten. „Unser Ziel ist es, Besuchern den grandiosen Blick aus den höchsten Fenstern des Turms zu ermöglichen“, sagt der Direktor des benachbarten Historischen Museums, Thomas Schwark.

Seit fünf Jahren ist der Turm nun schon verschlossen. Zuvor war eine Kneipe in dem trutzigen Bau untergebracht. Die Idee, den Beginenturm in ein Museum zu verwandeln und wieder für Besucher zu öffnen, wird bereits seit 2008 diskutiert. Doch aus Kostengründen musste sich die Stadt von allzu hochfliegenden Träumen, etwa einer gläsernen Turmwand, Schritt für Schritt verabschieden.

Der Beginenturm am Hohen Ufer soll am 9. September, pünktlich zum Tag des offenen Denkmals, eröffnet werden. Seit 2008 wird die Idee diskutiert, den Turm in ein Museum zu verwandeln. Nun ist die Finanzierung gesichert.

Der schlichter geratene Innenausbau verschlingt immerhin noch eine halbe Million Euro, eine Summe, die bis vor Kurzem eine große Hürde darstellte. „Jetzt aber ist die Finanzierung gesichert“, sagt Schwark. Denn mehrere Stiftungen und Kulturförderer, unter anderem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, hätten sich bereit erklärt, Geld für den Beginenturm zu geben. Auch die Stadt Hannover trägt ihren Teil zum Turmmuseum bei, ebenso einzelne private Spender. So verkauft der Freundeskreis des Historischen Museums symbolisch Treppenstufen im Beginenturm, die dann mit dem Namen des Sponsors versehen werden. 655 Euro kostet ein Treppenabsatz, jeder Euro steht dabei für ein Jahr seit der Erbauung des Turms. „2013 verteuern sich die Stufen dann um einen Euro“, sagt Schwark augenzwinkernd. Von den insgesamt 20 Stufen habe man bereits sieben verkauft.

Wenn Besucher am 9. September erstmals wieder ins Turmgewölbe treten, werden sie keine Ritterrüstungen zu sehen bekommen. „Der Turm selbst ist ein begehbares Exponat“, sagt Schwark. Durch stimmungsvolle Beleuchtung wolle man die historischen Räume wieder „erlebbar machen“. Weder lange Texttafeln noch sperrige Objekte sollen den Eindruck schmälern. Dennoch will Schwark die Besucher auf interessante Details am Bauwerk hinweisen. So gibt es neben den Fensterdurchbrüchen kleine Nischen, die zu Zeiten der Turmkneipe als Ecken für stimmungsvolle Beleuchtung dienten. Ein paar Jahrhunderte zuvor verankerten die Turmwächter sogenannte Prellhölzer in den Nischen. „Die Hölzer sollten den enormen Rückstoß der Kanonen abfedern“, erklärt Schwark. Wie das funktionierte, werde den Besuchern dann anschaulich erklärt.

Schon im kommenden Jahr soll das Obergeschoss ausgebaut werden. Wer sich an Spenden beteiligen möchte, erhält Auskünfte beim Historischen Museum unter Telefon (05 11) 16 84 30 52.   

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