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Aus der Stadt Behörden demonstrieren Sicherheit am Flughafen
Hannover Aus der Stadt Behörden demonstrieren Sicherheit am Flughafen
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20:57 24.09.2009
Von Felix Harbart
Eine Streife der Bundespolizei am Donnerstag im Flughafen Langenhagen. Quelle: Surrey

Nein, man wundere sich nicht über die Polizeistreifen mit Maschinenpistole im Flughafen, sagen viele der Bistrogäste also folgerichtig. Und auch bei der Wirkung ist man sich weitgehend einig: „Mich machen die eher nervös“, sagt eine Frau.

Seit der 32-jährige Islamist Bekkay Harrach aus Bonn in der vergangenen Woche Terrordrohungen gegen die Bundesrepublik ausgestoßen hat, gelten auch an Flughafen und Hauptbahnhof in Hannover verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Hier wie dort hat die Bundespolizei die Zahl der Streifenbeamten erhöht, zudem im Hauptbahnhof eine, im Flughafen alle Streifen mit einer Maschinenpistole sowie noch sichereren Schutzwesten ausgestattet. Bundespolizeisprecher Paul-Gerhard Heppe spricht davon, „Präsenz zu zeigen“ und „bewusst sichtbar“ zu sein. Gestern nun liefen Meldungen über die Nachrichtenticker, in denen von Anschlagsplänen Al Qaidas per Boden-Luft-Raketen auf Passagierflugzeuge die Rede war. „Da frage ich mich“, sagt eine Mallorca-Reisende, „was ein Streifenpolizist dagegen machen soll.“

Am Flughafen in Hannover ist es am gestrigen Donnerstagnachmittag so ruhig wie es eben ist in der Nebensaison. Natürlich schaue der eine oder andere Reisende erstaunt, wenn er die Beamten mit der Maschinenpistole sehe, heißt es bei der Bundespolizei. Angesprochen worden sei man jedoch noch nicht. „Ich habe ja nichts dagegen, wenn die Polizei hier Streife geht“, sagt ein Mann. „Aber mit der MP in der Hand, das finde ich schon ein bisschen martialisch.“

Bei der Beschreibung des Auftrags der Kollegen wählt Sprecher Heppe die Worte sehr genau. Er spricht von „lagebildabhängigen Befragungen“ von Reisenden und davon, „Personen, die einem bestimmten Spektrum zuzuordnen sein könnten“, noch aufmerksamer zu beobachten. Im Klartext heißt das Lagebild zurzeit islamistischer Terror. Also, aber das sagt man so explizit nicht bei der Bundespolizei, hält man Ausschau nach Menschen, die möglicherweise einen der Al Qaida nahestehenden Terroristen abgeben könnten. Zudem sei man natürlich besonders sensibel etwa bei herrenlos herumstehenden Koffern und Taschen, sagt Heppe.

Wie viele der Zwei-Mann-Streifen an Bahnhof und Flughafen unterwegs sind, sagt die Bundespolizei aus Sicherheitsgründen nicht. Beim halbstündigen Rundgang durch den Flughafen in Langenhagen trifft man an diesem Donnerstagnachmittag mindestens drei. Nicht jeder Beamte hat schon eine blaue Uniform bekommen, das sonst einheitliche Bild der Flughafenpolizei ist in diesen Tagen ein wenig durchmischt. Im Bistro aber will sich niemand der Reisenden den Spaß verderben lassen. Von der Schweinegrippe nicht und vom Terrorismus schon gar nicht. Da sei man doch, sagt ein Mann, am eigenen Arbeitsplatz gefährdeter.

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