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Aus der Stadt Hannover wappnet sich für Hooligan-Demo
Hannover Aus der Stadt Hannover wappnet sich für Hooligan-Demo
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12:28 13.11.2014
Ursprünglich war für den 15. November in Berlin eine Hooligan-Demonstration mit rund 10 000 Teilnehmern unter dem Motto "Hooligans gegen Salafisten" angemeldet worden.
Ursprünglich war für den 15. November in Berlin eine Hooligan-Demonstration mit rund 10 000 Teilnehmern unter dem Motto "Hooligans gegen Salafisten" angemeldet worden. Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsens Behörden prüfen rechtliche Schritte gegen eine für den 15. November in Hannover angemeldete Anti-Islamismus-Demonstration. Die Samstagabend bei der zuständigen Polizeidirektion eingegangene Anmeldung werde ausführlich analysiert, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Nach Informationen des NDR stehen dahinter Hooligans. Es besteht die Sorge vor Krawallen wie Ende Oktober in Köln. Dort hatten sich 4500 Hooligans mit Rechtsextremen versammelt und die Polizei angegriffen. "Wir haben festgestellt, dass in der rechtsextremistischen Szene für Hannover mobilisiert wird", sagte eine Sprecherin des Verfassungsschutzes.

In Köln sind tausende selbsternannte "Hooligans" auf die Straße gegangen um gegen Salafisten zu demonstrieren. Sie lieferten sich handfeste Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Ursprünglich war für den 15. November in Berlin eine Hooligan-Demonstration mit rund 10 000 Teilnehmern unter dem Motto "Hooligans gegen Salafisten" angemeldet worden. Der Antrag ist nach Behördenangaben aber ungültig. Vorsorglich formiert sich bereits eine breite Ablehnungsfront. Nach dem SPD-Unterbezirk Hannover rief am Montag auch die FDP zu einer friedlichen Gegen-Kundgebung auf. "Falls die Demo genehmigt werden muss, wollen wir Liberale gemeinsam mit allen wehrhaften Demokraten in Stadt und Region Flagge zeigen gegen die gewaltbereiten und extremistischen Hooligans", sagte der hannoversche FDP-Vorsitzende Patrick Döring.

Aktionsbündnis in Vorbereitung

Eine Gegendemo aller Teile der Gesellschaft, die sich Frieden, Toleranz und Rechtstaatlichkeit verbunden fühlen, stünde der Stadt gut zu Gesicht, sagte der einstige FDP-Generalsekretär. Die SPD versucht, mit den Gewerkschaften ein Aktionsbündnis zu schmieden. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte vergangene Woche mit Hinweis auf die Gewalt-Exzesse in Köln betont: "Wir prüfen alle rechtlichen Schritte, um ähnliche Veranstaltungen in Niedersachsen zu verhindern." Diese Haltung gelte unverändert, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Pistorius hatte zudem die Einrichtung einer bundesweiten Task Force zur Bekämpfung der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGesa) gefordert.

Der Rechtsextremismusexperte der SPD-Landtagsfraktion, Michael Höntsch, forderte die Behörden auf, für die geplante Demonstration "Europa gegen den Terror des Islamismus" strenge Auflagen zu prüfen und gegebenenfalls zu verhängen. "Ein Verbot scheint mir nur schwer durchsetzbar", sagte Höntsch. "Deshalb ist es umso wichtiger, dass den Teilnehmern gleich von Anfang an enge Grenzen gesetzt werden." Eine Woche nach den Hooligan-Krawallen in Köln haben die Ermittler bislang 72 Strafverfahren eingeleitet. Ermittelt werde wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung, so ein Staatsanwaltschafts-Sprecher.

dpa

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