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Aus der Stadt Ein Fotobuch für 30.000 Euro
Hannover Aus der Stadt Ein Fotobuch für 30.000 Euro
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00:18 26.04.2015
Von Sonja Fröhlich
Foto: Für 30.000 Euro könnte man sich eine luxuriöse Safari gönnen, oder eben Benny Rebels neuen Fotoband erwerben.
Für 30.000 Euro könnte man sich eine luxuriöse Safari gönnen, oder eben Benny Rebels neuen Fotoband erwerben. Quelle: Rebel
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Hannover

Für so einen Wälzer muss man schon ordentlich Platz im Regal haben. Und genug Geld auf dem Konto. Zwei Meter lang, 60 Kilogramm schwer und 30.000 Euro teuer ist das neueste „Buch“ des hannoverschen Tierfotografen Benny Rebel. Mit „Safari – The Fine Art Book“, das seine spektakulärsten Aufnahmen der afrikanischen Wildnis zeigen soll, habe er das „luxuriöseste Fotobuch der Welt“ geschaffen, konstatiert der 46-Jährige. Nicht, dass etwa Starfotograf Helmut Newton nicht auch ganz nette Bildbände veröffentlicht habe. Aber Rebel zufolge gibt es nach modernen Maßstäben kein vergleichbares Werk auf dem Markt.

Die 110 (stark nachbearbeiteten) Fotografien, gedruckt auf japanischem Fotopapier und in italienisches Leder gehüllt sind mit innovativem Zubehör versehen. Ein „extrem luxuriöses Aufbewahrungsetui“ gehört dazu und ein „exklusiv angefertigter Designer-Präsentationstisch“ aus afrikanischem Akazienholz. Der Clou, sagt Rebel, liegt in dessen Schublade: ein großformatiger Tablet-PC inklusive Beamer, mit dem man weitere Fotos, Informationen, und ein Hörbuch abspielen kann. „Das ist ein ganz neuer audiovisueller Genuss“, wirbt der Schöpfer. Abgerundet wird dieser mit einer Flasche Champagner – schließlich soll der Buchkauf auch standesgemäß gefeiert werden. Das Zubehör gehört auch zur XL-Version, die mit einem Meter Spannweite nur halb so groß und mit 10.000 Euro ein Drittel billiger ist als die XXL-Version.

Mit „Safari – The Fine Art Book“ hat Tierfotograf Benny Rebel das „luxuriöseste Fotobuch der Welt“ geschaffen.

Wer sich so etwas leistet? Wohlhabende Afrikafans, Kunstsammler und Investoren, hofft Rebel. Bei dem im Eigenverlag erschienenen Bildband handele es sich um „die schönste Aktie der Welt“, preist er an. Der Wert des Werks liege um ein Vielfaches höher. „Mir geht es aber darum, auf dem Kunstmarkt Fuß zu fassen. Wenn es läuft, dann wird man mir als Nächstes Bücher und Fotos aus den Händen reißen“, hofft Rebel.

„Safari“ sei das Ergebnis von fünf Jahren akribischer Arbeit, wie der Künstler sagt, allein Auswahl und Druckvorbereitung hätten viele Monate in Anspruch genommen. Für den Imagefilm mietete er die Galerie im Schloss Herrenhausen und zeigte sich im Safarilook.

Der gebürtige Iraner, der mit seiner Familie in einer Altbauwohnung in Ricklingen wohnt, wurde für seine ungewöhnlichen Aufnahmen aus kurzer Distanz schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Seine Medienprojekte versieht er gern mit Superlativen. Mal veröffentlichte er den nach eigenen Angaben ersten dreidimensionalen Wildlife-Fotoband der Welt, es folgte ein Abenteuerbuch, in dem er beschrieb, wie er bei seiner Arbeit fast von Elefanten zertrampelt und von Löwen zerfleischt wurde. Dann holte er afrikanische Tiere via Fotomontage nach Hannover – Löwen räkelten sich im Maschpark, Giraffen liefen um die Marktkirche und schließlich zeigte er „weltweit einzigartige“ Multimediashows im Prunksaal des Maharadschapalastes im Zoo Hannover. Regelmäßig nimmt er Liebhaber auch mit auf spezielle Fotosafaris – zum Beispiel zur Gnuwanderung nach Tansania (Kosten knapp 7000 Euro – ohne Flug).

Jetzt also der 30.000-Euro-Bildband, mit dem es der Fotograf gern ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen würde. Ein Belegexemplar indes will er dieses Mal nicht herausrücken.

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