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Aus der Stadt Besitzer von verdächtigem Paket ermittelt
Hannover Aus der Stadt Besitzer von verdächtigem Paket ermittelt
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10:06 20.11.2015
Die Polizei war am Dienstagabend mit Entschärfern am Hauptbahnhof im Einsatz. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Der Besitzer des verdächtigen Pakets, das nach Absage des Fußball-Länderspiels in einem IC am Hauptbahnhof Hannover für Aufregung sorgte, ist identifiziert worden. Es handelt sich nach Angaben eines Bundespolizeisprechers um einen Ingenieur aus dem Ruhrgebiet, der in dem Päckchen Elektrobauteile und Kabel bei sich hatte. Der Mann habe gesagt, dass er das Paket im Zug vergessen hatte, als er in Hannover hastig in eine andere Bahn umsteigen musste. Dass er damit große Aufregung auslöste, habe er nicht mitbekommen. Die Polizei glaubt ihm.

Am Tag nach dem Terroralarm habe der Mann sein Paket in einem Fundbüro im Ruhrgebiet als vermisst gemeldet. Danach habe die Polizei Kontakt zu ihm aufgenommen. Der Ingenieur habe glaubhaft versichert, dass er keine bösen Absichten gehabt habe. Mit einem Strafverfahren müsse er nicht rechnen, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Jörg Ristow. Bei der Fahndung nach dem Mann hatte die Bundespolizei auch Videoaufzeichnungen ausgewertet, weil das Paket zunächst für eine gut gemachte Bombenattrappe gehalten worden war. 

Einsatzkräfte haben am Hauptbahnhof eine mutmaßliche Bombe in einem Zug gesprengt. Der Zug stand auf Gleis 11. Nach der Sprengung stellte sich heraus, dass es sich ein harmloses Paket handelte.

Nach der Absage des Länderspiels wegen einer Terrorwarnung hatte es am späten Abend einen Bombenalarm am Hauptbahnhof gegeben, nachdem Reisende in einem IC einen verdächtigen Gegenstand gemeldet hatten. Zahlreiche Gleise des Hauptbahnhofs wurden gesperrt. Bei einer Röntgenuntersuchung stellten Experten der Polizei fest, dass in dem Paket Kabel, Platinen und ein Handy lagen. Daraufhin entschlossen sich die Experten, das Paket vorsorglich kontrolliert zu sprengen. 

tm/frs/dpa

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