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Aus der Stadt Bestattungen in Hannover besonders teuer
Hannover Aus der Stadt Bestattungen in Hannover besonders teuer
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00:21 15.05.2014
Von Andreas Schinkel
Der Salemsfriedhof in Kirchrode. Quelle: Jans-Lottmann
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Hannover

Verglichen wurden die Kosten für ein Erdwahlgrab mit einer Nutzdauer von 20 Jahren. Es kostet auf den Friedhöfen der Stadt Bochum 2096 Euro, in Hannover 2039 Euro. In München, das in vielen Belangen als teures Pflaster gilt, kostet solch ein Grab 1380 Euro. Besonders günstig sind Bestattungen in Berlin mit 520 Euro.

Sterben dürfe kein Luxusgut sein, fordert FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke: „Auch weniger wohlhabenden Menschen sollte es möglich sein, ihre Angehörigen in ihrer Umgebung zu bestatten und nicht weit in die Peripherie ausweichen zu müssen.“ Die Stadt räumt zwar stets ein, dass die Gebühren im Vergleich hoch sind sind.

Hannovers Friedhöfen seien aber weitläufige Parkanlagen, der Pflegeaufwand hoch. Zudem würden immer weniger Hannoveraner auf den Stadtfriedhöfen beigesetzt. 1980 waren es noch knapp 6500 im Jahr, jetzt noch etwa 3300. Zudem sinke die Zahl der teuren Sargbestattungen, es steige die Nachfrage nach günstigeren Urnenbegräbnissen und in Friedwäldern.

Engelke reicht das nicht. „Auch in Nürnberg sind die Friedhöfe weitläufig wie Parks. Aber dort kostet eine Erdbestattung nur 700 Euro“, sagt er.

15.05.2014
Andreas Schinkel 13.05.2014
12.05.2014