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Aus der Stadt Betrugsmasche mit Teppichreinigung
Hannover Aus der Stadt Betrugsmasche mit Teppichreinigung
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14:11 09.05.2012
Die Polizei sucht weitere Opfer der Teppichreinigungsbetrüger in Hannover und Laatzen.
Die Polizei sucht weitere Opfer der Teppichreinigungsbetrüger in Hannover und Laatzen. Quelle: Symbolfoto
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Hannover/Laatzen

Mitte April hatte ein 72-Jähriger beim Polizeikommissariats Laatzen eine Anzeige erstattet. Er sagte aus, dass er über eine Annonce in seiner Tageszeitung an eine Teppichreinigungsfirma geraten sei, die ihn betrogen hätte. Die Masche der mutmaßlichen Täter: Sie schalteten eine Anzeige, in der sie als Teppichhaus „Germannia“ mit einem Rabatt von 30 Prozent für eine Teppichreinigung warben.

Offenbar setzen die Männer darauf, dass sich vor allem ältere Menschen meldeten, da es früher in Hannover ein bekanntes Teppichhaus mit dem Namen „Germania“ gegeben hatte. Meldete sich ein vermeintlicher Kunde, suchten Mitarbeiter der Firma diesen zu Hause auf, um die zu reinigenden Teppiche in Augenschein zu nehmen. Dabei boten sie dann auch angeblich hochwertige Teppiche zum Kauf an.

Lehnten die Kunden den Kauf ab, wurde vor Ort ein Vertrag für die Reinigung der eigenen Teppiche aufgesetzt. Darin wurde ein horrender Preis für die Dienstleistung von bis zu 2000 Euro festgelegt. Nach einer Erhebung der Polizei liegt der Preis für eine normale Teppichreinigung bei etwa 300 Euro.

Nach der Vertragsunterzeichnung nahm die Bande die Teppiche mit, säuberte diese nur unzureichend und gab sie nur auf massiven Druck der Geschädigten zurück. Als Tatverdächtige konnten die Beamten vier Männer im Alter von 19, 22, 27 und 46 Jahren ermitteln. Die Bande agiert die offensichtlich auch bundesweit und ist bei den Taten in unterschiedlicher Konstellation in Erscheinung getreten. Alle vier Mitglieder sind der Polizei bekannt, allerdings ist ihr Aufenthaltsort derzeit unbekannt.

Die Polizei sucht nun weitere Geschädigte und bittet diese, sich unter der Telefonnummer (0511) 1093117 beim Kommissariat in der Nordstadt zu melden.

r.

Conrad von Meding 09.05.2012
11.05.2012