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Aus der Stadt Bettina Wulff gibt Einblicke in ihren Alltag
Hannover Aus der Stadt Bettina Wulff gibt Einblicke in ihren Alltag
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00:19 15.11.2015
Von Simon Benne
Bettina Wulff plaudert beim Medientreff "Vorwärts nach weit" über ihren Alltag, das Familienleben und Helene Fischer. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Am liebsten würde sie gar nichts sagen über die Hochzeit. Nur so viel: „Ja, wir haben im Oktober kirchlich geheiratet.“ Lächelnd sitzt Bettina Wulff im Atrium des Alten Rathauses – und lässt nicht genehme Fragen charmant abperlen. Natürlich hakt Moderator Christoph Dannowski, der Deutschlands frühere First Lady beim Medientreff „Vorwärts nach weit“ interviewt, nach: Ob es stimme, dass sie auf Norderney vor den Traualtar getreten seien? Diplomatische Nichtantwort: „Norderney ist eine schöne Insel.“ Und Flitterwochen? Wie waren die Flitterwochen? „Wir waren ein paar Tage im Urlaub.“

Wulff gibt wenig von sich preis, weder diesseits noch jenseits des Protokolls. Das hat sie gelernt. „Nach dem, was wir in den vergangenen Jahren erlebt haben, lassen wir das Private privat sein“, sagt sie. Wenn Politik die Kunst ist, mit netten Worten nichts zu sagen, würde sie mittlerweile eine exzellente Politikerin abgeben. Unzugänglich wirkt die 42-Jährige dabei nicht. Die geplante Scheidung von Alt-Bundespräsident Christian Wulff ist jedenfalls vom Tisch, sie ist jetzt die Ex-Ex des Ex-Präsidenten – und macht trotz leichter Grippe einen aufgeräumten Eindruck bei der vom ADAC organisierten Talkrunde.

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Sie genieße es, Zeit mit den Kindern zu verbringen, sagt sie: „Ich führe ein ganz normales Familienleben.“ Ein wenig plaudert sie über Basketball („Ich bin immer noch begeistert von der Sportart“), über Kindeserziehung („Jeder muss mal aufräumen oder Rasen mähen“) und Helene Fischer, bei der sie kürzlich im Konzert war: „Die Frau ist ein Phänomen.“ Nicht besonders stolz scheint sie auf ihr vor drei Jahren erschienenes Buch zu sein, in dem sie auch private Details offenbart hatte: „Es ist gut, dass auch immer wieder neue Bücher auf den Markt kommen.“

Mittlerweile lebt Familie Wulff wieder in Großburgwedel. „Ich fühle mich dort wohl, weil es vertraut ist“, sagt sie. Beim Einkaufen treffe sie Menschen, die sie schon als kleines Mädchen kannten: „Das gibt mir Ruhe.“ Sie berichtet von ihrem Engagement für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung. Zweimal im Monat macht sie Telefondienst bei „Notruf Mirjam“, einer Hilfseinrichtung für Schwangere. Ansonsten unterstütze sie ihren Mann, der als Rechtsanwalt in Hamburg arbeite und viel „im afrikanischen und arabischen Raum“ unterwegs sei. „Nächste Woche reisen wir zusammen nach Istanbul.“ Mit Hayrüssina Gül, der Frau des ehemaligen türkischen Präsidenten, verstehe sie sich immer noch gut: „Unsere Treffen sind immer sehr fröhlich – und es wird immer sehr spät.“

Bescheiden, unspektakulär klingt das alles – und diskret. Gelassen bleibt Wulff auch, als Moderator Dannowski sie auf jene Kritiker anspricht, die sie für kalt und berechnend halten. Das gehe ihr schon nahe, sagt sie: „Aber ich kenne meine Freunde. Und wer mich kennt, weiß, wie ich bin.“

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