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Aus der Stadt Bewährung für jungen Brandstifter
Hannover Aus der Stadt Bewährung für jungen Brandstifter
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20:52 14.12.2011
Von Sonja Fröhlich
Der 25-jährige Steven K., der im vergangenen Jahr die Autos seiner Chefs angezündet hat, muss nicht ins Gefängnis.
Der 25-jährige Steven K., der im vergangenen Jahr die Autos seiner Chefs angezündet hat, muss nicht ins Gefängnis. Quelle: Kristoffer Finn
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Als Bedingung muss er sich um eine Psychotherapie bemühen. Er habe das Vertrauen der Geschädigten ausgenutzt und gefährliche Situationen hervorgerufen, sagte die Vorsitzende Richterin Karin Pätsch. Gleichwohl wertete die Kammer das Verhalten als „eine Art Ausnahmesituation“.

Aus Überforderung und Frust über seine Arbeitsbedingungen hatte der Mitarbeiter drei Transporter und einen Kaffeeautomaten angezündet, die in der Folge ausbrannten oder zumindest stark beschädigt wurden. In seiner eigenen Wohnung in der List hatte K. einen Toaster in Brand gesetzt, durch das Feuer entstand ein Schaden in fünfstelliger Höhe. Bei dieser Tat habe er das Feuer eigentlich selbst löschen wollen, um seiner Freundin als „souveräner Retter in der Not“ zu imponieren. Doch das Vorhaben lief aus dem Ruder, schließlich musste die Feuerwehr das Paar aus der Wohnung retten; K. erlitt eine Rauchvergiftung.

Auch die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe für den Ersttäter beantragt. Sein Verteidiger betonte, dass die Taten seines Mandanten nur durch dessen umfangreiches Geständnis herausgekommen seien. „Ohne sein Geständnis wäre es schwierig gewesen, ihm die Taten nachzuweisen“, räumte die Richterin ein.

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