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Aus der Stadt Bier oder Wein? – Hannover hat die Wahl
Hannover Aus der Stadt Bier oder Wein? – Hannover hat die Wahl
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16:22 08.06.2014
Haben gute Argumente für ihr Lieblingsgetränk: Winzertochter Anna Hochdörffer und Braumeister Alexander Himburg. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Beim Weinsensorium auf dem Goseriede-Platz und auf dem Hannoverschen Bierfest rund um die Marktkirche gehen die beiden Szenen dabei ganz unterschiedliche Wege. Schon eine Stunde nach Eröffnung des Bierfests herrschte gestern in der Altstadt fröhliche Volksfeststimmung. „Wenn ich das hier sehe, läuft mir eine Gänsehaut über den Rücken“, sagt Organisator Michael Solms. Das größte Craftbier-Fest in Deutschlands Norden hatte er angekündigt. Dank strahlenden Sonnenscheins darf dieses Versprechen als eingelöst gelten.

„Ich bin total begeistert, mit welchen großen Schritten die Craftbier-Bewegung vorankommt“, sagt Brauer Alexander Himburg aus Michelstadt (Odenwald). Der Braumeister ist stolz auf sein Handwerk und auch darauf, dass sich in Hannover so viele Brauereien aus aller Welt präsentieren. „Es  geht darum, die Vielfalt zu probieren – nicht ums Saufen“, sagt er.

Die Bierbrauer wollen zeigen, dass ihr Getränk vielseitiger ist als gedacht. Davon können sich Bierfreunde überzeugen - auf dem Hannoverschen Bierfest rund um die Marktkirche.

Das sehen auch viele Besucher so. Lars Gassmann und Connor Müller haben sich zunächst am Stand des hannoverschen Pubs Shakespeare  eingefunden, wo sie das Fest mit einem Mineralwasser beginnen. „Es ist noch zu früh, um Alkohol zu trinken“, sagt Gassmann. Schließlich entscheiden sich die beiden aber für zwei englische Craftbier-Spezialitäten. Dem 26-jährigen Hannoveraner schmeckt das leicht schokoladige Londoner Porter. Sein 19-jähriger Begleiter findet sein bitteres Fullers ESB aber ziemlich gewöhnungsbedürftig. „Ich muss mich an die Craftbiere noch herantasten, anfangs sind sie ganz schön ungewohnt“, sagt Müller.

Ganz anders geht es beim Weinsensorium vor dem Anzeiger-Hochhaus zu.  Wer sich dort auf eine „Weinreise“ begibt, wird zunächst in eine Flugzeugkabine geschleust, wo die Kapitäne Sabine Stock und Clemens Rüppe die Besucher erst einmal irritieren. Bei einer Weinprobe mit verbundenen Augen müssen ihre Reisegäste herausfinden, welche Weinsorte sich in ihren beiden Gläsern befindet: Rosé, Weiß- oder Rotwein. „80 Prozent der menschlichen Wahrnehmung erfolgt über die Augen“, erklärt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut. Nur wenige könnten den Unterschied zwischen den Sorten allein durch den Geschmack herausfinden.

Beim Weinsensorium auf dem Goseriede-Platz können die Besucher bei der Weinprobe mit verbundenen Augen ihr Wissen über Rosé, Weiß- oder Rotwein testen.

Anna Freytag ist eine der ganz wenigen, die diese Aufgabe erfolgreich meistert. „Dabei bin ich überhaupt keine Weinkennerin“, gesteht die 21-jährige Studentin. Ihr Freund Vincent Süß scheitert dagegen beim blinden Geschmackstest. „Ich hätte vorher gedacht, dass man das  erkennen kann“, sagt der 23-Jährige. Die beiden haben das Weinsensorium zufällig beim Einkaufen entdeckt und gleich ausprobiert.

Die Flugzeugkabine ist nur eine von mehreren Stationen im Weinsensorium. „Wir wollen die Besucher überraschen, aber auch der Genuss kommt bei uns nicht zu kurz“, sagt Büscher. Auf unterhaltsame Art soll der kleine Rundgang verdeutlichen, dass Wein kein kompliziertes Getränk ist – und nicht nur von Experten genossen werden kann. „Die Leute gehen heutzutage schon sehr viel unverkrampfter an das Produkt Wein heran als noch vor einigen Jahren“, sagt der Experte vom Deutschen Weininstitut.

Das Weinsensorium auf dem Goseriede-Platz ist noch bis zum 15. Juni täglich von 12 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Das Bierfest wird noch bis Sonntag gefeiert. Heute beginnt das Spektakel um 12 Uhr, morgen um 11 Uhr. Neben fast 40 Ständen gibt es dort auch Livemusik.

Von Christian Link

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