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Aus der Stadt Bierfest an der Marktkirche lockt Genießer
Hannover Aus der Stadt Bierfest an der Marktkirche lockt Genießer
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08:39 21.05.2013
Prost: Lars Jüttner, Braumeister vom Brauhaus Ernst August, hat eigens für das Bierfest das „Hanöversch Saphir“ kreiert.
Prost: Lars Jüttner, Braumeister vom Brauhaus Ernst August, hat eigens für das Bierfest das „Hanöversch Saphir“ kreiert. Quelle: Gabriel Poblete Young
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Hannover

Nur für drei Tage floß es durch den Zapfhahn, nach 500 Litern sollte Schluss sein. Unter den Gästen war auch Stefan Schostok, einer der drei OB-Kandidaten, der das ein oder andere Bier probierte. Lag es am Gerstensaft? An den vielen netten Gästen, die übers Bier fachsimpelten? Veranstalter Michael Solms vom Gig war begeistert. Besonders exotische Marken wie Bananenbier aus Südafrika fanden ihre Liebhaber. Viermal hatte es nachgeliefert werden müssen. Christin und Gregor aus Hannover hingegen standen auf „Zischke“, ein dunkles Bier. Doch so verschieden auch der Geschmack, eins wird alle freuen: „Im kommenden Jahr wird es wieder ein Bierfest geben“, kündigte Solms an.

Internationalität aus Fass und Flasche - damit wollteMichael Solms Abwechslung in den hannoverschen Herri- und Gilde-Alltag bringen. Der Chef der Kneipe „Gig“ am Lindener Markt ist überzeugt, dass Bier ein Getränk ist, dessen Potenzial gewaltig unterschätzt wird. Die „Gig“-Gäste können sich seit drei Jahren bei speziellen Bierverkostungen davon überzeugen - mit dem Fest soll ganz Hannover auf den Geschmack kommen. Der Andrang am ersten Tag scheint Bier-Enthusiast Solms recht zu geben: Schon kurz nach der Eröffnung um 16 Uhr war es am Freitag proppevoll rund um die Pagodenzelte von Brauereien und Gastronomen.

Solms hat sich viel Mühe gegeben, exotische Sorten an die Theken zu holen - ob aus Irland oder Indien, Belgien oder Brasilien, Tschechien oder Tansania. Mal fand er Zwischenhändler, die Biere aus aller Welt importieren, mal europäische Brauereien mit internationalen Lizenzen, mal blieb ihm nur der Import über das Internet. Um das kulinarische Erlebnis abzurunden, wird das Bier nicht nur in Reinform serviert. Einige Gastronomen haben sich von dem Getränk auch am Herd inspirieren lassen. So bietet „Shakespeare’s“ Pub Irish Stew mit Guiness-Soße an. Der „Südafrikaner“ aus der Markthalle kombiniert Boerewurst aus Kapstadt mit einem pikantem Bierdip, und die dänische Carlsberg-Brauerei hat in die Mayonnaise der Nationalspeise Hot Dog einen Spritzer ihres Bieres gegeben. „Käse Harald“, ebenfalls aus der Markthalle bekannt, wiederum will beweisen, dass Bier mindestens ebenso gut zum Käse passt wie Wein.

Juliane Kaune und Heike Schmidt

Dieser Artikel wurde aktualisiert.