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Aus der Stadt Der Blätterbrunnen sprudelt wieder
Hannover Aus der Stadt Der Blätterbrunnen sprudelt wieder
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18:26 07.05.2014
Von Andreas Schinkel
Foto: Blickfang: Der Blätterbrunnen ist wieder in Betrieb.
Blickfang: Der Blätterbrunnen ist wieder in Betrieb. Quelle: Schledding
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Hannover

Der markante Blätterbrunnen an der Südspitze des Kröpcke-Centers ist wieder in Betrieb – nach dreijähriger Pause. Die kunstvolle Brunnenskulptur musste um einige Meter versetzt werden, weil das Kröpcke-Center eine andere Form bekam. „Jetzt haben wir mit dem Brunnen einen weiteren Blickfang in der Innenstadt“, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). 100 000 Euro hat die Verlagerung des Brunnens gekostet, bezahlt hat den Betrag der Investor des Kröpcke-Centers, die Centrum Grundstücksgesellschaft.

Namensgeber für den Brunnen sind die übereinander lappenden Blattmotive, aus denen in der Mitte der Skulptur das Wasser quillt. Betrachter fühlen sich meist an Rhabarber-Pflanzen erinnert. Der Urheber des Brunnens, Professor Emil Cimiotti, wollte es aber nicht bei einem bloßen Blätterquader belassen. Im Bronze-Laubwerk hat er eine Schnecke versteckt, die Besucher erst mit einiger Mühe finden. Bevor der Brunnen vor drei Jahren abgebaut wurde, war der Quell insbesondere im Sommer ein Anziehungspunkt. Einkaufsbummler mit müden Beinen genossen die kühle, frische Luft, die herüberwehte. Kinder liebten es, ins Becken zu klettern und sich gegenseitig nass zu spritzen.

Andere Brunnen in Hannover sprudeln seit April wieder. Im Vorfeld hatte es Irritationen um die sogenannten Brunnenpatenschaften gegeben. Die Stadt hielt es nicht mehr für nötig, dass sich private Spender an den Betriebskosten beteiligen.

Auch habe es in den vergangenen Jahren keine Anfragen mehr zur Möglichkeit von Patenschaften für Brunnen gegeben, hieß es aus der Stadtverwaltung. Allerdings war eine Hannoveranerin durchaus bereit, den Betrieb des Majolikabrunnens am Emmichplatz zu unterstützen. Ihr teilte die Stadt mit, dass ihr Engagement nicht mehr vonnöten sei. Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt löste die Antwort auch in der Ratspolitik Verwunderung aus.

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