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Aus der Stadt Blitzeis bringt auch Streufahrzeuge ins Schleudern
Hannover Aus der Stadt Blitzeis bringt auch Streufahrzeuge ins Schleudern
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00:16 11.01.2017
Von Michael Zgoll
Ein Streufahrzeug ist an der Berliner Allee im Einsatz. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Am Lindener Berg musste ein Streufahrzeug am Glatteis-Abend immer wieder zurückrollen und anfahren, bis der Hügel nach etlichen Anläufen erklommen und die Fahrbahn abgestreut war. In einer anderen Straße wich ein Aha-Auto einem ins Schleudern geratenen Pkw aus - und rutschte selbst in einen Grünstreifen. „Zum Glück sind bis Mitternacht alle Kollegen wieder wohlbehalten zu ihren Ausgangspunkten zurückgekehrt“, sagte Einsatzleiter Sebastian Ziele.

Blitzeis macht den Nachhauseweg in Hannover und der Region zur Rutschpartie. Der deutsche Wetterdienst warnt davor, das Haus zu verlassen. 

Wie der 35-Jährige berichtet, hatte Aha am Sonnabend die komplette Winterdienst-Mannschaft alarmiert. Gestreut wurden in Hannover alle Straßen, Radwege und Fußwege der Kategorie 1. Dazu zählen die großen Hauptverkehrsstraßen, aber auch kleinere Verbindungsstraßen wie Humboldt- oder Jordanstraße. Ausgebracht wird ein Sole-Gemisch aus Salz und Wasser. „Den Einsatz von purem Salz kann nur der Oberbürgermeister anordnen“, erklärt Ziele, und das sei am Wochenende nicht geschehen. Auch habe das Tauwetter, das in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag einsetzte, keine Verwendung von Salz notwendig gemacht; zumindest die Hauptstraßen waren schon am frühen Abend schon wieder leidlich gut befahrbar.

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Die Glätte bekämpften die Aha-Mitarbeiter zusätzlich an besonders sensiblen Orten wie Brücken und Fußgängerzonen oder an Überwegen und vor Krankenhäusern. „Hier kam teilweise auch Splitt zum Einsatz“, so der Koordinator. Gelegentlich wurde auch eine Nebenstraße unplanmäßig mit Streugut bedacht - wenn ein Aha-Fahrzeug die vorgegebene Route aufgrund eines Unfalls oder eines Staus verlassen und an anderer Stelle über Schleichwege wieder an die ursprünglich geplante Tour anknüpfen musste. Sebastian Ziele sprach den Mitarbeitern ein großes Lob aus: „Alle haben sich in der Nacht durchgebissen, bis der letzte Soletropfen aufgebraucht war.“

Bei Minusgraden und Eisregen ist es im Norden Deutschlands zu glatten Straßen und Gehwegen gekommen.

Am Sonntagnachmittag, als die Temperaturen wieder sanken, rückten die Aha-Streufahrzeuge erneut aus. Auch für Montagmorgen ist wieder ein Großeinsatz vorgesehen, weil die feuchten Straßen wahrscheinlich überfroren sein dürften. „Im Normalbetrieb sind ab Montag sogar 240 Mitarbeiter im Winterdiensteinsatz“, so Ziele, „dann können wir auch die Straßen und Wege der Kategorien 2 und 3 in Angriff nehmen.“

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Blitzeis in Hannover finden Sie hier.

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