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Aus der Stadt Bock auf einen Weltrekord?
Hannover Aus der Stadt Bock auf einen Weltrekord?
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00:19 30.05.2015
Von Carsten Schmidt
Die Teilnehmer müssen den gebückten Partner im Sprung überwinden. Quelle: Pauline Willrodt
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Hannover

Die Teilnehmer müssen den gebückten Vordermann oder die Vorderfrau überwinden - wie früher auf dem Schulhof. Und gelingt es, mindestens 1349 Männer, Frauen und Kinder zum Abheben zu bewegen, dann ist der Rekord perfekt.

Um 16 Uhr beginnt am Neuen Rathaus der Angriff auf die Bestmarke von 1348 Springern, die in Neuseeland aufgestellt wurde. Als prominenter Pate wurde der frühere Trainer der 96-Fußballprofis, Mirko Slomka, gewonnen. Der Rekordversuch ist nach Angaben der Stadtverwaltung angemeldet, damit er auch eingetragen werden kann, und ein Notar beglaubigt, dass die Aktion korrekt abgelaufen ist.

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Das kollektive traditionelle Bockspringen soll der Sportstadt Hannover nicht nur einen Weltrekord bescheren, sondern eine Veranstaltung umrahmen, die in die Zukunft weist. Am 6. Juni richtet die Stadt im Neuen Rathaus den Thementag „Hannover 2030 - meine Sportstadt 2030“ aus, Moderator ist HAZ-Redakteur Jan Sedelies. Die Ideen und Visionen vom Sport 2030 werden von 10 Uhr an in Foren mit folgenden Themenschwerpunkten diskutiert.

Kinder und Jugendliche: Wie nimmt die Stadt Trends auf, insbesondere wenn diese außerhalb der Sportvereine und auch außerhalb der klassischen Sportstätten gesetzt werden? Zu diesen Fragen sind Wortmeldungen von Jugendlichen ausdrücklich erwünscht. Oberbürgermeister Stefan Schostok nannte das Parkour and Movement Festival als eine Veranstaltung, die diese neuen Entwicklungen aufnimmt.

Ältere Hannoveraner: 2030 ist die Generation der „Babyboomer“ kurz vor dem Eintritt in das Rentenalter. Das heißt, das in dieser Altersgruppe auch mehr Sportangebote nachgefragt werden. In dem Forum, dass sich mit den „aktiven Älteren“ beschäftigt, geht es um erreichbare Angebote in der Nähe, um Krankheitsvorbeugung und -nachsorge, aber auch um die Motivation zur Übernahme eines Ehrenamtes.

Familien: In diesem Forum spielen die Sportangebote in den Ganztagsschulen und den Kitas eine Rolle, aber auch das Freizeitverhalten der Familien selbst. Wie organisiert man 2030 das gemeinschaftliche Sporterlebnis von Eltern und Kindern? Dabei spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle - wie der bezahlbare Eintrittspreis in Schwimmbädern.

Leistungssportler: Der hannoversche Olympiastützpunkt hat eine gute Infrastruktur. Aber es fehlen Ausbildungs- und Berufsperspektiven für Leistungssportler, beklagt Rita Girschikofsky, Präsidentin des Stadtsportbundes. Auch darüber soll diskutiert werden.

Sport in Hannover 2030 kümmert sich zudem um Inklusion und Integration von Zuwanderern, betonte Schostok. Und Girschikofsky verwies darauf, dass die Vereine leistungsfähig bleiben müssten. Sie sprach in diesem Zusammenhang auch von „Zusammenschlüssen“.

Alle, die an den Foren teilnehmen möchten, sollten sich vorher anmelden. Post: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Sport und Bäder, Lange Laube 7, 30159 Hannover, Fax: (05 11) 16 83 41 78, E-Mail an Sportentwicklung@Hannover-Stadt.de. Auch die Bockspringer werden gebeten, ihr Mitmachen unter diesen Adressen anzukündigen.