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Aus der Stadt Bölleropfer: Keine Ermittlung wegen Bedrohung
Hannover Aus der Stadt Bölleropfer: Keine Ermittlung wegen Bedrohung
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00:15 25.07.2014
Von Tobias Morchner
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Der Fliesenleger, der Ende Januar beim Auswärtsspiel von Hannover 96 durch die Detonation eines Böllers im Block der Gäste erheblich verletzt worden war, hatte bei der Polizei ausgesagt, er habe nach der Attacke einen Drohbrief erhalten. Darin sei er aufgefordert worden, die Strafanzeige gegen den mutmaßlichen Böllerwerfer zurückzuziehen. Einen Tag später soll eine Gruppe junger Männer ihn in einem Park in Empelde angegriffen und verletzt haben. Auch dabei sei er aufgefordert worden, die Strafanzeige fallen zu lassen. Wieder einen Tag später hätten Unbekannte versucht, in seine Wohnung einzubrechen.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und versuchten Einbruchs ein. Die Polizei durchsuchte die Wohnung des mutmaßlichen Böllerwerfers. „Wir haben aber keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass er in die Sache verwickelt sein könnte“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Im Zuge der Ermittlungen waren erhebliche Zweifel am Wahrheitsgehalt der Aussagen des Fliesenlegers aufgekommen. Die Staatsanwaltschaft will auch jetzt nicht ausschließen, dass er sich die Vorfälle nur ausgedacht hat. „Aufgrund der erheblichen Verletzungen, die der Mann bei dem Übergriff davongetragen hat, halte ich das allerdings für sehr unwahrscheinlich“, sagt Klinge.

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