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Aus der Stadt Bundespolizei evakuiert Nachtzug in Hannover
Hannover Aus der Stadt Bundespolizei evakuiert Nachtzug in Hannover
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13:55 21.06.2014
Ein ICE musste im Hauptbahnhof Hannover nach einer Bombe abgesucht werden - 400 Menschen wurden evakuiert. Quelle: CAP
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Hannover

Wegen einer anonymen Bombendrohung haben 400 Reisende am frühen Samstagmorgen ungemütliche Stunden auf dem Hauptbahnhof von Hannover verbringen müssen. Die Bundespolizei stoppte und evakuierte ihren Zug, nachdem bei einem Callcenter per E-Mail eine Drohung eingegangen war. Darin wurde für 03.00 Uhr die Explosion einer Bombe in dem Zug angekündigt, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonnabend berichtet.

Rund 400 Reisende mussten in der Nacht zu Samstag den Nachtzug Hamburg-München unplanmässig bei Hannover verlassen.

Als der CNL mit sieben Waggons und etwa 400 Reisenden sowie vier am Ende angehängten Transportwagen für Fahrzeuge am gegen 0.30 Uhr im Hauptbahnhof Hannover einfuhr, waren laut Bundespolizei die Bahnsteige am Gleis 4 und dem Nachbargleis drei bereits geräumt. Alle Passagiere mussten ihr Gepäck an sich nehmen und den Zug zum Haupteingang am Ernst-August-Platz verlassen. Dort nahmen Mitarbeiter der Bahn die Reisenden in Empfang und brachten sie in umliegenden Hotels sowie einem bereitgestellten Wartezug bis zur Weiterreise unter. Der Einsatzleiter der Bundespolizei ließ um 1.11 Uhr den kompletten Hauptbahnhof Hannover wegen des möglicherweise im Zug befindlichen Sprengsatzes räumen. Wer sein Fahrzeug mit dem Zug transportierte, musste es auf dem Waggon zurücklassen.

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Nach der Evakuierung wurde der Zug außerhalb des Bahnhofs auf der Deisterstrecke zwischen Weetzen und Lemmie abgestellt. Er wurde nach dem angeblichen Explosionszeitpunkt von Sprengstoffsuchhunden ausführlich durchsucht. Einsatzkräfte von zwei Ortsfeuerwehren und ein Notarzt standen zuvor am Bahnhof Lemmie in Bereitschaft. Um 4.25 Uhr gab es Entwarnung: Es wurde kein Sprengsatz gefunden. Der Lokführer fuhr den Nachtzug über Barsinghausen nach Hannover zurück. Einen politischen Hintergrund schließt die Bundespolizei aus. Die Bundes- und Landespolizei war mit 40 Beamten im Einsatz.

dpa/Hermann

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