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Aus der Stadt Polizei nimmt Ermittlungen auf
Hannover Aus der Stadt Polizei nimmt Ermittlungen auf
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22:02 20.05.2015
Von Jörn Kießler
Die Station am Kröpcke wurde geräumt. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Eine Bombendrohung gegen die Üstra hat Mittwoch den Stadtbahnverkehr in Hannover für eine Stunde fast komplett lahmgelegt. Auch am Nachmittag kam es noch mehrere Stunden zu starken Behinderungen im Nahverkehr. In einer E-Mail hatte ein Unbekannter gedroht, einen Sprengsatz in einem U-Bahn-Tunnel zwischen Kröpcke und Aegidientorplatz detonieren zu lassen. Die Drohung erwies sich jedoch als gegenstandslos. Die Polizei hat Ermittlungen gegen unbekannt eingeleitet.

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Nach Informationen der Üstra erhielten die Verkehrsbetriebe die E-Mail um 11.43 Uhr. „Der Unbekannte hatte seine Drohung an eine Mailadresse geschickt, an die sich Kunden wenden können“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Darin bezog sich der Täter auf einen bestimmten Tunnel zwischen Aegidientorplatz und Kröpcke, durch den die Züge der A-Strecke fahren. Dort wolle er zu einer bestimmten Uhrzeit gegen Mittag einen Sprengsatz detonieren lassen.
„Wir haben die Mail natürlich direkt an die Polizei weitergeleitet“, sagt Iwannek.

Um 12.20 Uhr stellte die Üstra dann den Verkehr auf der unterirdischen Verbindung zwischen den beiden Plätzen ein. Zudem wurden alle Fahrgäste am Aegi gebeten, die U-Bahn-Haltestelle zu verlassen, die daraufhin komplett geschlossen wurde. „Am Kröpcke haben wir uns darauf beschränkt, die Bahnsteige der betroffenen Linien 1, 2, 4, 5, 6, 8 und 11 zu räumen“, sagt Iwannek. Die Züge der Linien 3, 7 und 9, die auf der B- und C-Strecke verkehren, wurden weiter eingesetzt.

Wegen einer Bombendrohung ist der Stadtbahnverkehr in Hannover weitgehend zum Erliegen gekommen.

Unverständnis kam hier und da bei den Fahrgästen auf, die den Bahnsteig verlassen mussten. Während die Üstra bereits um 12.29 Uhr über den Kurznachrichtendienst Twitter verkündete, dass es eine Bombendrohung gab, wurden die Üstra-Kunden am Kröpcke nur über technische Störungen unterrichtet. Auch die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die daraufhin die Rolltreppen abriegelten, sprachen gegenüber Fahrgästen nur davon, dass der Strom abgeschaltet worden sei.

Währenddessen suchte der Kriminaldauerdienst der Polizei den U-Bahn-Tunnel nach der vermeintlichen Bombe ab. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten die Beamten Entwarnung geben. Der Verkehr auf der A-Strecke lief um 13.30 Uhr wieder an, brauchte jedoch noch mehrere Stunden, bis er sich wieder normalisiert hatte und alle Linien pünktlich bedient wurden.

Die Polizei wird nun den Inhalt der E-Mail untersuchen und fahndet nach dem Unbekannten, der die Bombendrohung an die Üstra verschickt hat. „Wir ermitteln nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuches“, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg. „Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung einer Straftat.“

 

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