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Aus der Stadt So lief die Bombenentschärfung von Vahrenheide ab
Hannover Aus der Stadt So lief die Bombenentschärfung von Vahrenheide ab
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17:11 12.10.2017
Der britische Blindgänger in Vahrenheide ist enschärft. Quelle: Uwe Dillenberg

Eine halbe Stunde hatten Sprengmeister Marcus Rausch und sein Team gebraucht, um den Blindgänger unschädlich zu machen, dann hatten sie den Zünder herausgedreht. "Nach ein paar Schwierigkeiten zu Beginn hat die Entschärfung gut funktioniert", sagte Rausch nach erfolgreicher Arbeit.

In Vahrenheide ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Noch in der Nacht wurde er entschärft.

Der Blindgänger war gegen Mittag bei Straßenbauarbeiten entdeckt worden. 10.000 Menschen im Radius von einem Kilometer rund um die Fundstelle mussten ihre Wohnungen verlassen. Allerdings gab es mal wieder Probleme: Zahlreiche Anwohner blieben trotz Aufforderungen in den Häusern. Polizei und Feuerwehr durchkämmten bis nach 23 Uhr die Wohngebiete südlich der Autobahn und holten Bewohner aus den Gebäuden. 600 Helfer waren im Einsatz.

Für die Feuerwehr war es aber eine Evakuierung im üblichen Rahmen: "Die gesamte Räumung war sehr zufriedenstellend", bilanzierte Gianni Hilliger von der Feuerwehr.

Wie läuft eine Bombenräumung ab? Unser Multimedia-Dossier gibt Antworten.

Um 20  Uhr hatte die Räumung des Gebiets begonnen. Angesichts der spontanen Bombenentschärfung kritisierten am Abend einige Anwohner, von Feuerwehr und Stadt viel zu spät informiert worden zu sein. Dazu gehörte etwa Anke Klug, die an der Dunantstraße wohnt. Es sei bereits ihre zweite Evakuierung, erzählte die 59-Jährige. Die erste aber sei besser gelaufen. Die Anwohner hätten diesmal viel zu spät von der Evakuierung erfahren, kritisierte sie: „Warum ist nicht schon am Nachmittag ein Lautsprecherwagen durch die Straßen gefahren?“

Eine Seniorin hatte die Räumungsaufforderung schlicht verschlafen. Andere versteckten sich hinter Gardinen, manche verriet das flackernde Fernseherlicht. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kreiste bis spätnachts über dem Sperrgebiet. Weil die Einsatzkräfte jedes Haus einzeln überprüfen mussten, verzögerte sich die Evakuierung.

Das ist Sprengmeister Marcus Rausch.

Am Abend baute die Feuerwehr eine Containerwand am Fundort der Bombe auf, die im Falle einer Explosion als Schutz dienen sollte. Die Emmich-Cambrai-Kaserne musste entgegen erster Annahmen nicht evakuiert werden. „Nur ein kleiner Teil der Anlage gehört zum Sperrgebiet“, sagte Feldjäger-Presseoffizier Stefan Otto: „Dort befinden sich aber keine Unterkünfte.“

Ab 20 Uhr stellte die Üstra den Betrieb der Stadtbahnlinie 2 zwischen Büttnerstraße und Alte Heide ein, zudem bediente die Buslinie 135 mehrere Stopps nicht mehr. Die Sammelstelle für alle, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkamen, wurde in der Herschelschule eingerichtet. Gegen 22 Uhr waren etwa 1000 Menschen in der Turnhalle, Klassenzimmer wurden geöffnet.

Der Live-Ticker zur Entschärfung zum Nachlesen.

  • 11.10.17 22:21
    Am Bombenfundort wird jetzt eingepackt. Feierabend.

    Und damit beenden wir diesen Live-Ticker und wünschen noch eine gute Nacht!
  • 11.10.17 22:18
    "Die gesamte Räumung war sehr zufriedenstellend", sagt Gianni Hilliger von der Feuerwehr. "Alle Beteiligten haben gut zusammengearbeitet. Auch die Evakuierung verlief im normalen Rahmen."
  • 11.10.17 22:12
    "Nach ein paar Schwierigkeiten zu Beginn hat die Entschärfung gut funktioniert", sagt Marcus Rausch von der Kampfmittelbeseitigung
  • 11.10.17 22:09
    Und damit können natürlich auch die 10.000 Hannoveraner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
  • 11.10.17 22:02
  • 11.10.17 22:02
    Eine halbe Stunde haben Sprengmeister Marcus Rausch und sein Team gebraucht, um die britische 250-Kilo-Bombe unschädlich zu machen: Sie drehten den Zünder heraus.
  • 11.10.17 21:57
    Die Bombe ist entschärft!


  • 11.10.17 21:46
    Wie lang die Entschärfung dauert, ist offen.

  • 11.10.17 21:38
    In der Herschelschule ist die Stimmung ruhig. Auch wenn die schon einige müde Gesichter zu sehen sind, werden die provisorischen Betten kaum genutzt. Alle hoffen auf eine baldige Entwarnung.
  • 11.10.17 21:27
    Der Mann, der die britische 250-Kilo-Bombe entschärfen soll, ist Marcus Rausch. Der Sprengmeister hat in diesem Jahr bereits die Blindgänger im Mai in Vahrenwald entschärft – damals mussten mit 50.000 Menschen deutlich mehr evakuiert werden als heute.
  • 11.10.17 21:18
    Die Evakuierung ist abgeschlossen! Nun kann die Entschärfung der Bombe beginnen.
  • 11.10.17 21:10
    Oliver Brandt hat sich die Sammelunterkunft gleich geschenkt und ist stattdessen ins Büro gefahren: Der 38-Jährige arbeitet als Pförtner in der City. Er hat es vorgezogen dort zu schlafen, denn seine Schicht beginnt Donnerstag bereits um 6.45 Uhr.
  • 11.10.17 21:00
    Seit geraumer Zeit kreist ein Polizei-Hubschrauber mit Wärmebildkamera über dem Sicherheitsbereich. Damit sollen die letzten verbliebenen Menschen ausfindig gemacht werden.
  • 11.10.17 20:55
    In den geräumten Straßen gibt es Momente fast poetischer Stille – zumindest für Fotograf Clemens Heidrich.
  • 11.10.17 20:50
    Dramen ganz anderer Art spielten sich für einige Heranwachsende ab: Kein WLAN in der Sammelstelle – das ist das größte Problem des zehnjährigen Antoine. Aber da auch einige seiner Freunde in der Schule Zuflucht suchten, dürften es dennoch nicht langweilig geworden sein. Ganz wie früher.
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frs/pah/man/sbü

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