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Aus der Stadt Liegt Blindgänger neben Benzintank?
Hannover Aus der Stadt Liegt Blindgänger neben Benzintank?
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00:19 30.06.2015
Foto: Symbolbild
Symbolbild Quelle: dpa
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Hannover

Es handelt sich dabei um die Aral-Tankstelle an der Vahrenwalder Straße/Ecke Heinrich-Heine-Straße. Sollte es sich bei dem Verdachtsfall tatsächlich um eine Fliegerbombe handeln, die nicht entschärft, sondern vor Ort gesprengt werden muss, müssen für die Tankstelle besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Nach Aussagen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes müssen die unterirdischen Benzintanks der Tankstelle vor dem Beginn der Untersuchung des möglichen Fundortes vollständig leer gepumpt werden, um das Risiko einer Explosion zu vermeiden. Auch Aral bestätigte die ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahme. „Es ist richtig, dass wir die Tankstelle wegen der Bombenräumung evakuieren müssen“, sagt Unternehmenssprecher Detlef Brandenburg der HAZ. Noch sei allerdings unklar, wie lange im Voraus die Tankstelle schließen müsse. Die Stadt Langenhagen gab sich dagegen zugeknöpft. Welche Maßnahmen im Einzelnen ergriffen werden müssten, werde im Bedarfsfall mit den Eigentümern und Betreibern besprochen, teilte Stadtsprecherin Juliane Stahl mit.

12 200 Menschen aus Langenhagen sowie 240 Bewohner der hannoverschen Stadtteile Vahrenheide und Brink-Hafen müssen am 19. Juli wegen der Bombenräumung ihre Wohnungen verlassen. Eine Sammelstelle für Betroffene, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, soll im Langenhagener Schulzentrum eingerichtet werden. Weitere Informationen zu der Aktion hat die Stadt für das Ende der 28. Kalenderwoche angekündigt – also etwa eine Woche vor dem geplanten Termin zur Überprüfung der beiden Verdachtspunkte.

Derweil hat auf der Autobahn 2 zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-West und der Anschlussstelle Langenhagen ebenfalls eine Suche nach möglichen weiteren Blindgängern auf dem Streckenabschnitt begonnen. Man habe es in diesem Bereich mit einem sogenannten Verdachtsfeld zu tun, hatten die Bombenräumer mitgeteilt. Die Kampfmittelexperten nutzen die Vorbereitungen zur Sanierung der Fahrbahn in dem Abschnitt, um das Feld nach und nach abzusuchen. Sollte dabei ein Blindgänger entdeckt werden, würde dieser ebenfalls am 19. Juli entschärft. Dann müsste nicht nur die Autobahn, sondern möglicherweise Teile des hannoverschen Stadtgebiets evakuiert werden. Bislang hat die Suche auf der Autobahn allerdings keine weiteren Blindgängerstellen zutage gefördert.

Von Tobias Morchner und Christian Elsner

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