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Aus der Stadt Bombenräumung in Hannover erfolgreich beendet
Hannover Aus der Stadt Bombenräumung in Hannover erfolgreich beendet
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18:25 30.01.2011
Das Evakuierungsgebiet betrifft Brink-Hafen, Teile Vinnhorsts sowie einen schmalen Streifen von Vahrenheide in Hannover.
Das Evakuierungsgebiet betrifft Brink-Hafen, Teile Vinnhorsts sowie einen schmalen Streifen von Vahrenheide in Hannover. Quelle: Christian Elsner (Archiv)
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Die erste große Bombenräumung des Jahres hat am Sonntagmorgen planmäßig um 9 Uhr begonnen. In Hannover und Langenhagen mussten 11.500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst und die Feuerwehr haben anschließend sechs Verdachtspunkte untersucht, an denen möglicherweise Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Vier Verdachtspunkte wurden nicht bestätigt, eine Bombe wurde entschärft. Die zweite Bombe hatte einen Langzeitzünder und konnte daher nicht vor Ort entschärft werden. Gegen 16.00 Uhr wurde sie gesprengt.

Im Anschluss mussten von der Feuerwehr und der Polizei die umliegenden Straßen und auch die Autobahn auf eventuelle Splitter abgesucht werden. Aus diesem Grund wurde die Sperrung noch bis 16.30 Uhr weiter aufrecht erhalten. Danach konnten die betroffenen Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Betroffen waren Brink-Hafen, Teile Vinnhorsts sowie einen schmalen Streifen von Vahrenheide in Hannover; dazu kamen in Langenhagen der Stadtteil Wiesenau sowie Teile von Brink und dem Ortsteil Godshorn.

Die Bombenräumung beeinträchtigte im Bereich Brink-Hafen und Langenhagen-Wiesenau auch den öffentlichen Nahverkehr. Weil der Vinnhorster Bahnhof im Einzugsbereich des Sperrbezirks lag, mussten die S-Bahnen der Linien 4 und 5 unterbrochen werden. Bei der Üstra war unter anderem die Stadtbahnlinie 1 betroffen.

Zentrale Sammelstelle in Hannover für Personen, die nicht anderweitig unterkamen, war die Herschelschule am Großen Kolonnenweg. Dorthin fuhren auch Sammelbusse. Die Stadt Langenhagen bot zum selben Zweck die Brinker Schule in der Angerstraße an.

Das betroffene Gebiet. © Landeshauptstadt Hannover - Geoinformation

Die S-Bahnen der Linie 4 Hannover–Bennemühlen und der Linie 5 Hannover–Flughafen hielten zwischen 9 und 12 Uhr in Vinnhorst nur zum Einsteigen. Danach wurde der Bahnhof komplett gesperrt. Für die Linie 4 fuhren während der Sperrzeit Ersatzbusse zwischen dem ZOB am Raschplatz und dem Bahnhof Langenhagen-Pferdemarkt. Für die Linie 5 verkehrten zwischen Flughafen und ZOB Direktbusse, die nicht an den Zwischenstationen hielten. Regionalbahnen der Strecke Hannover–Soltau verkehrten nur bis Mellendorf, wo Reisende auf Bahnen der S 4 wechseln mussten.

Die Üstra-Stadtbahnen der Linie 1 zwischen Hannover und Langenhagen bedienten von 9 Uhr an die Haltestellen Alter Flughafen und Wiesenau nur zum Einsteigen. Von 12 Uhr an fuhren sie Richtung Norden bis zur Büttnerstraße und dann wie die Linie 2 zum Endpunkt Alte Heide. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter zum Berliner Platz, wo wieder Bahnanschluss bestand.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Stadt.

Dieser Artikel wird am Sonntag laufend aktualisiert.

Bernd Haase/jhf