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Aus der Stadt Unbekannte stehlen Altkleidercontainer
Hannover Aus der Stadt Unbekannte stehlen Altkleidercontainer
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19:32 05.10.2014
Von Bernd Haase
Insgesamt stehen 520 Altkleidercontainer auf den Wertstoffinseln in Hannover wie hier am Bertha-von-Suttner-Platz in der Südstadt.Foto: von Ditfurth Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Außerdem tauchen nach Angaben des Abfallzweckverbandes aha, der den Auftrag zur Altkleidersammlung hält, Container an Stellen auf, an denen sie nichts zu suchen haben. „Häufig tragen sie unseren Aufkleber, aber es handelt sich dabei um Fälschungen“, sagt aha-Sprecherin Helene Herich. Zumindest an der juristischen Front ist dagegen Ruhe eingekehrt.

Der Zoff um das, was die Hannoveraner nicht mehr in ihren Kleiderschränken haben wollen, hat seinen Ursprung in den Zeiten vor der Expo. Damals stand nahezu an jeder Ecke ein Container, weil jeder, der wollte, auch einen oder mehrere aufstellen durfte. Die Behälterflut wirkte sich nicht förderlich auf das Stadtbild aus. Deshalb schaffte die Stadt mit einer Sondernutzungssatzung neue Verhältnisse und sorgte dafür, dass die Container nur noch an dazu bestimmten Stellen und von entsprechend beauftragten Unternehmen bereitgestellt werden dürfen.

Als dieser Auftrag 2010 neu vergeben wurde, begann ein endloses juristisches Tauziehen. Es geht schließlich um viel Geld (siehe Text rechts). Unterlegene Bewerber fochten mal mit, mal ohne Erfolg Rats- und Vergabebeschlüsse an. Parallel entbrannte eine Art Straßenkampf. Schon im vergangenen Jahr wurden Containerdiebstähle gemeldet, außerdem standen zeitweise fast doppelt so viele Behälter in der Stadt wie zugelassen. Die Verwaltung kassierte Gebühren und ließ falsche Container teilweise auch abtransportieren, aber die betroffenen Unternehmen kauften sie in der Regel wieder frei.

Mittlerweile hat die Justiz das Thema bis hin zum Oberlandesgericht Celle durchdekliniert. aha ist nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren als Auftragnehmer bestätigt und hat nach Angaben seiner Sprecherin Helene Herich seinerseits drei Subunternehmer ins Boot geholt. Die wiederum haben bis zum Beginn dieses Monats die 260 Wertstoffinseln in Hannover - so heißen die Plätze, auf denen auch die Altglas- und Altpapiercontainer zu finden sind - mit je zwei Behältern bestückt. Gewünscht wird von der Stadt ein einheitliches Modell, das niedriger ist als die sonst üblichen Container und deshalb optisch eher dezent daher kommt. Die Auftragnehmer haben ein Jahr Zeit, den Hannover-Behälter flächendeckend einzuführen und ältere Varianten zu entfernen.

Bei den 20 gestohlenen Containern handelt es sich nach Angaben des betroffenen Unternehmens um eben diese Hannover-Modelle.

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