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Aus der Stadt Ernst-August-Galerie erhöht Sicherheitsmaßnahmen
Hannover Aus der Stadt Ernst-August-Galerie erhöht Sicherheitsmaßnahmen
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15:46 10.02.2016
Von Tobias Morchner
Ernst-August-Galerie: Der Brandsatz war am Freitagabend vor dem Gebäude aufgeschlagen. Quelle: Decker/Dillenberg/Archiv
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Hannover

"Wir haben einen Mitarbeiter unseres Security-Teams den ganzen Tag an der Stelle postiert, damit nicht noch etwas geschieht", sagt Center-Managerin Catharina Schubert der HAZ. In der kommenden Woche soll über eine dauerhafte Lösung zur Überwachung des Dachs der Ernst-August-Galerie beraten werden. Ein oder mehrere Täter hatten am Freitagabend gegen 19.50 Uhr - die Geschäfte in der City waren also noch geöffnet - zwei mit einem Benzingemisch gefüllte und einer Lunte versehenen Flaschen, sogenannte Molotow-Cocktails, vom Dach des Einkaufszentrums geworfen. Die Flaschen zerschellten auf dem Gehweg vor dem Haupteingang. Glücklicherweise entzündeten sich die Brandsätze aus bislang ungeklärter Ursache nicht. Es gab keine Verletzten. Im Zuge der weiteren Ermittlungen entdeckten die Ermittler auf dem Dach drei weitere Molotow-Cocktails, von denen einer bereits angezündet worden war.

Tat war offenbar gut geplant

Der oder die Täter müssen den Anschlag gut geplant haben. "Um an die Stelle auf dem Dach zu gelangen, von wo die Flaschen geworfen worden sind, muss man auf dem obersten Parkdeck eine etwa 1,70 Meter hohe Mauer hochklettern", sagt Center-Managerin Schubert. Bislang gibt es keine Erklärung oder ein Bekennerschreiben zu dem Anschlag. "Wir haben keinerlei Drohungen oder Vorwarnungen erhalten, so dass wir bislang davon ausgehen, willkürlich ausgewählt worden zu sein", sagte Schubert.

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Ein bislang unbekannter Täter hat zwei Molotow-Cocktails vom Dach der Ernst-August-Galerie in der City geworfen. Eine der der Flaschen schlug vor dem Haupteingang des Einkaufszentrums auf.

Die Polizei suchte am Abend die Innenstadt nach dem oder den Tätern ab. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Suche musste am späten Abend jedoch erfolglos eingestellt werden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Hinweise auf die Täter nimmt die Kripo unter (0511) 1095555 entgegen

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