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Aus der Stadt Braucht Hannover mehr Hochhäuser?
Hannover Aus der Stadt Braucht Hannover mehr Hochhäuser?
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00:15 25.03.2015
Von Andreas Schinkel
Die Skyline von Hannover könnte bald anders aussehen, wenn der Vorschlag der GBH Realität werden sollte.
Die Skyline von Hannover könnte bald anders aussehen, wenn der Vorschlag der GBH Realität werden sollte. Quelle: Thomas
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Hannover

Hermann (SPD) ist zugleich Aufsichtsratschef der städtischen Immobiliengesellschaft GBH. Zwar investiere die Stadt Hannover seit zwei Jahren Millionen in den Wohnungsbau, doch reiche das inzwischen nicht aus.

Als ehemaliger SPD-Baupolitiker ist Hermann einer der Ideengeber des städtischen Förderprogramms, das darauf ausgelegt ist, rund 600 Wohnungen pro Jahr zu schaffen. „Wir müssen aber mindestens 800 Wohnungen pro Jahr bauen“, sagt Hermann. Dabei sei es zunächst gleichgültig, ob es sich um Luxus- oder Sozialwohnungen handele. „Jede neue Wohnung trägt zur Entlastung des Marktes bei“, sagt Hermann.

Die Immobilienpreise in Hannover steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr. Seit 2008 haben sich die Preise für Eigentumswohnungen um 40 Prozent erhöht, wie der neueste Grundstücksmarktbericht zeigt. Der aktuelle Mietspiegel zeigt, dass auch Mieten steigen, besonders bei kleinen Wohnungen. Zugleich scheint es kaum noch Leerstände zu geben. Bei der GBH sind derzeit nur elf Wohnungen frei vermietbar – von insgesamt 13 300 im Bestand. Schon jetzt findet die Stadt kaum noch Wohnungen, um Asylsuchende unterzubringen. Man behilft sich mit Notunterkünften, etwa im ehemaligen Oststadtkrankenhaus, in Turnhallen und in Wohncontainern. Länger als üblich müssen Flüchtlinge inzwischen in Gemeinschaftsunterkünften leben, weil Mietwohnungen rar sind.

„Wir haben begrenzte Flächen in Hannover, also müssen wir höher bauen“, sagt der GBH-Aufsichtsratschef. Das gelte auch für das Neubaugebiet im Süden des Kronsbergs. „Dort sollte Geschosswohnungsbau errichtet werden“, fordert Hermann. Auf Druck von SPD und Grünen will die Stadt in zwei Jahren mit dem Verkauf der Grundstücke beginnen – statt 2025, wie zunächst geplant. Rund 4000 Menschen könnten in dem Neubaugebiet eine Bleibe finden.

„Die GBH wird sich auch beim Bau der Wasserstadt Limmer engagieren“, kündigt Hermann an. Eine genaue Zahl, wie viele Wohnungen die GBH auf der Conti-Brache plant, werde man nicht angeben. Grundsätzlich hält Hermann eine Begrenzung der Baudichte auf 1000 Wohnungen, wie sie der Bezirksrat wünscht, für „fragwürdig“: „So kann man Stadtentwicklung nicht betreiben.“ Zudem lohne sich ein Stadtbahnanschluss für die neue Siedlung nur, wenn eine große Zahl von Fahrgästen zu erwarten ist. „Ansonsten bleibt auch das Fördergeld für den Bau der Stadtbahngleise aus“, sagt er.   

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