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Aus der Stadt Breites Bündnis protestiert gegen AfD
Hannover Aus der Stadt Breites Bündnis protestiert gegen AfD
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22:35 16.11.2015
Von Andreas Schinkel
Umstritten: Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD). Quelle: dpa
Hannover

Ein Zusammenschluss von Parteien, Gewerkschaften und Vereinen will gegen den Bundesparteitag der umstrittenen Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Hannover protestieren. „Wir sind bereits in Gesprächen mit den Mitgliedern des Bündnisses ,Bunt statt Braun‘“, sagt der Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Eifler. Die Jusos, Nachwuchsorganisation der SPD, wollen sich beteiligen und sehen viele Gründe, sich gegen die AfD zu stemmen. „Die Partei ist zwar nicht verboten, aber eine rechtspopulistische Organisation wollen wir nicht ungehindert tagen lassen“, sagt Katharina Andres, Juso-Chefin in der Region.

Auch die Grüne Jugend will landesweit zur Demonstration gegen den AfD-Parteitag aufrufen, der am 28. und 29. November im Hannover Congress Centrum (HCC), einem städtischen Veranstaltungsraum, stattfindet. Der Chef der Grünen Jugend in Hannover, Timon Dzienus, sieht rechte Tendenzen inzwischen in allen Landesverbänden der AfD. Hannoversche Vertreter der AfD wollten sich gegenüber der HAZ nicht äußern.

Auch die bürgerlichen Parteien im hannoverschen Rat gehen auf Distanz. „Wir wollen die AfD nicht in Hannover haben“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Die FDP werde sich dem Bündnis „Bunt statt Braun“ anschließen, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Zudem fragt Seidel kritisch, warum es nur der Stadt Kassel gelungen sei, der AfD keinen Raum zu geben, und der Stadt Hannover nicht. Auch Dzienus von der Grünen Jugend wünscht sich von der Stadt Hannover, keine juristischen Mühen zu scheuen, um den AfD-Parteitag zu verhindern.

Die AfD hatte zunächst in Kassel einen Raum gesucht, war in der Stadthalle aber abgeblitzt. Dort soll jetzt eine Feier für Flüchtlingshelfer stattfinden. Hannovers Verwaltung sieht keine rechtliche Möglichkeit, die Buchung im HCC zu verhindern.

Hannover hat am Montag ein Zeichen gegen den Terror gesetzt und an die Opfer der Anschläge von Paris gedacht. Am Mittag nahmen viele Hannoveraner an einer Schweigeminute teil, am Abend leuchtete das Anzeiger-Hochhaus der HAZ in den Farben der Trikolore. Dienstag soll es eine Lichterkette am Stadion geben.

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