Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Büchereikarte wird vier Euro teurer
Hannover Aus der Stadt Büchereikarte wird vier Euro teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 30.01.2015
Carola Schelle-Wolff, Leiterin der Stadtbibliothek, freut sich über die gestiegene Zahl der entliehenen Medien.
Carola Schelle-Wolff, Leiterin der Stadtbibliothek, freut sich über die gestiegene Zahl der entliehenen Medien. Quelle: Kris Finn
Anzeige
Hannover

2014 war für die Stadtbibliotheken geprägt von zahlreichen Baumaßnahmen. „Diese waren mit langfristigen Schließungen in den Stadtteilbibliotheken verbunden“, sagt Kulturdezernentin Marlis Drevermann am Dienstag vor Journalisten. Die Besucherzahl ist deshalb auf 1,51 Millionen gesunken. In Kleefeld musste die Bibliothek rund sieben Monate geschlossen bleiben, in der Nordstadt über vier Monate. Ärgerlich für die Besucher - langfristig aber bedeuteten die Umbaumaßnahmen eine Verbesserung, da die Bibliotheken attraktiver würden. „Die Schließungen wirken sich befristet auf die Zahlen der Besucher aus“, sagt Drevermann mit Blick auf die Nutzerbilanz. Die Ausleihen hingegen erreichten trotz der vorübergehenden Schließungen eine Rekordzahl von 4,06 Millionen - eine Steigerung um 13.000 im Vergleich zum Vorjahr.

Rekordzahlen brachten auch die Renner im Angebot der Bücher, CDs und Filme. „Medien, die in der Presse diskutiert werden und im Buchhandel schnell vergriffen sind, werden auch bei uns häufiger ausgeliehen“, sagt Stadtbibliothekschefin Carola Schelle-Wolff.

Im vergangenen Jahr besuchten rund 22.000 Kinder aus Kindertagesstätten und Grundschulen die Bibliothek. „Die enge Zusammenarbeit mit den Schulen und den Kindergärten ist uns auch im neuen Jahr sehr wichtig. „Schüler nutzen die Bibliothek immer öfter, um in Ruhe an einer Facharbeit zu arbeiten“, sagt Schelle-Wolff. Insgesamt 70 Führungen mit dem Schwerpunkt Recherchetechniken und Zitierweisen gab es 2014 für Schüler.

Für Kinder wurden 879 Veranstaltungen angeboten; wie etwa das beliebte Bilderbuchkino. Mehrfach im Monat findet die Veranstaltung, bei der Geschichten zu verschiedenen Bildern erzählt werden, für Eltern und ihre Kinder statt. Ziel im neuen Jahr ist, das Angebot der fremdsprachigen Literatur noch weiter auszubauen. Die Bibliothek möchte Flüchtlingen und Menschen anderer Kulturen verstärkt den Zugang zu Medien in ihrer Sprache ermöglichen. „Wir möchten ein Signal senden und ein bisschen Heimat vermitteln“, sagt Schelle-Wolff. Dazu soll es auch Lesungen in Kooperation mit den „Rucksackmüttern“ geben, die in der Bibliothek jeweils in ihrer Muttersprache vorlesen und so zugleich eine Verbindung zwischen den Familien und der Institution herstellen. Neben den zahlreichen Angeboten der Printmedien können 27.000 E-Books per Download heruntergeladen werden. Wer mit seinem E-Book-Lesegerät nicht weiterkommt und Fragen hat, bekommt Hilfe in der Sprechstunde der Bibliothek. Diese findet einmal pro Woche statt.

Auch 2015 wird es wieder Umbauten geben, um die Bibliotheken in der Stadt zu modernisieren. Der Jugendbereich der Stadt- und Jugendbibliothek in der List wird umgestaltet, die Stadtteilbibliothek Vahrenwald bekommt neue Möbel. Die Bibliothek Mühlenberg muss im Zuge des Neubaus der IGS Mühlenberg ab April vorübergehend in Container umziehen.

Feierlich wird es ab dem 23. April, denn die Stadtbibliothek hat Geburtstag. Krönender Abschluss des Jubiläums zum 575-jährigen Bestehens ist das Bibliotheksfest am 24. Oktober - dem Tag der Bibliotheken.

Gunnar Menkens 30.01.2015
Bernd Haase 30.01.2015
Aus der Stadt Gedenkveranstaltung in Ahlem - „Auschwitz ist nicht darstellbar“
30.01.2015